Samstag, 30. August 2008

Rock Area - Erster Tag

Festivals, die Freitags beginnen und alle Headliner quasi an diesem Tag auch schon verbrauchen, wirken etwas komisch. Jedenfalls kamen wir gegen 17:30 auf dem Festivalgelände an, gerade rechtzeitig zu Pro-Pain, leider die Excrementory Grindfuckers verpasst... Pro-Pain hatte ich das letzte Mal 2001 oder so in einem kleinen Club gesehen, damals waren sie auch großartig, gestern war irgendwie die Luft raus. Jedes Lied, sogar die Onkelz-Coverversion Terpentine klang absolut gleich. Ab und zu ein paar Singalongs, aber irgendwie saulahm. Stimmung war allerdings gut.















Crematory schenkten wir uns dann, ein bisschen Merchandise stöbern. Merchandise durchgeguckt, die üblichen CD-Stände, haufenweise Klamotten... und wie es heutzutage anscheinend üblich ist, auch zwei Stände mit NSBM. Scheint sich gut zu verkaufen, der Mist. Irgendwie traurig, bei den in Verruf geratenen Festivals, wie dem Ragnarök, darf der Scheiß nicht mehr verkauft werden, also geht man einfach auf andere, kleinere Festivals. Aber dann schön Laut gegen Nazis auf die Homepage bappen.


Nach Einkaufen und Futtern dann zu Sodom vor die Bühne. Es war großartig, direkt der zweite Song war Outbreak of Evil, dann gings weiter mit Napalm in the Morning. Stimmung großartig, bei Surfin Bird von den Thrashmen wurde dann auch gepogt, was das Zeug hielt. Das Lied ging nahtlos über in The Saw is the Law. Als Überraschung präsentierte Tom später noch Obsessed by Cruelty. Überhaupt konzentrierte man sich auf die alten Klassiker. Die Ansage vor Wachturm habe ich nicht ganz verstanden, warum sollte es problematisch sein, ein deutsches Lied zu singen? Ich meine, so ein Müll wie Silbermond und Tokio Hotel verdient ihr Geld doch damit? Dann noch eine deutliche Ansage an alle Zeugen Jehovas, die sicher zahlreich erschienen waren ;-) So dann ging es über zum "deutschen" Teil mit eben Wachturm und Ausgebombt in der deutschen Version. Nach zwei weiteren Liedern kurz Schluss, bevor mit Remember the Fallen und Bombenhagel dann die Zugabe folgte, inklusive dröhnendem Bass-Mittelteil.

Soulfly dann nur noch kurz gesehen. Die neuen Sachen finde ich wirklich klasse und die Kickbox-Angriffe des Gitarristen sind auch nicht ohne. Aber irgendwie, bei dem ganzen Ethno-Kram fragt man sich schon manchmal, ob Maxe es nicht etwas mit dem Kiffen übertreibt. Während eines ewig langen Parts solcher lustiger World-Music-Scheiße sind wir dann gefahren. Wenigstens hatten sie Roots Bloody Roots gespielt. Früh zu Hause, was daran lag, dass Knorkator abgesagt hatten und man mit Powerwolf
sozusagen einen "gleichwertigen" Ersatz gefunden hatte. Mhm, ich schätze, die Band verfolgt mich, wie meine eigene Scheiße. Wirklich schade, aber zwei Stunden auf Onkel Tom warten, erschien uns etwas doof.

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