Sonntag, 31. August 2008

Rock Area - Zweiter Tag

Naja, relativ früh losgefahren, doch durch organisatorische Mängel meinerseits naturallement eine meiner Lieblingsbands, namentlich Desaster, verpasst. Habe gehört sie wären fantastisch gewesen, mit neuem Sänger habe ich sie leider noch nicht gesehen *schnüff*

Erste Band des Tages waren für mich dann The Sorrow aus Österreich. Trotz meiner Vorurteile gegen Metalcore fand ich sie überraschend gut, wenn nicht sogar großartig. Feine Thrash-Einflüsse, Death Metal und minimaler Hardcore Punk. Definitiv eine der Überraschungen.

Danach Langeweile mit Suidakra. Ich frage mich echt, warum Last-Episode-Bands noch aktiv sein müssen, da müsste es doch ein Gesetz gegen geben. Danach zum Glück Neaera, die mir von nem Kumpel empfohlen wurden. Großartiger Knüppel-Metalcore an der Schwelle zum Grindcore. Mit Let the Tempest Come und Save The Drowning Child blieben dann auch ein paar Songs im Ohr hängen. Broken Spine gab dann vor, wie der Rest des Sets verlaufen sollte. Zunächst die obligatorische Wall of Death und anschließend ein Circle Pit um das Mischpult. Beides sah grandios aus und die harten Jungs aus dem Pit hatten wohl auch ihren Spaß daran. Nur den versprochenen Sprung ins Publikum blieb der Sänger dann doch schuldig.

Dann der Super-GAU, auf der Hauptbühne Haggard, im Partyzelt SCHACHT, da weiß man ja gar nicht, wo man zum Kotzen hingehen soll... Erstmal umziehen und Jacke holen. Blöderweise gestaltete sich die Umbauphase von Haggard "etwas" länger, so dass ich noch in den "Genuß" ihres verkürzten Sets kam. Entweder kam es mir nur so vor oder jedes Instrument des Orchesters hatte am Anfang etwas anderes gespielt. Nach 20 Minuten dann die Erlösung. Halbtaub vom Geschrei der Sängerin, die wohl versuchte Operngesang nachzuahmen, stellte sich dann nach 20 Minuten Hoffnung ein. Sie kündigten ihr letztes Lied an. Das dauerte ja auch nur 20 Minuten, zum Kotzen. Ich hatte mal eine Promo von denen, da klingen die gar nicht mal so schlecht, aber das war wirklich grottig.

Zum Glück dann mit Caliban ein weiterer Metalcore-Act. Werde wohl auf meine alten Tage doch noch zum Metalcore-Fan, wenn ich so drüber nachdenke. Leider auch hier Soundprobleme, das Schlagzeug fiel beim Soundcheck mal schön komplett aus. Ein Akustikset wäre glaube ich schlecht gewesen.
Großartige Show, großartige Songs. Großartig. Auch zur Wall of Death konnte die sympathische Band animieren. Mit Abstand die beste Band des Tages. Gut auch die beiden Metalheads, die genau vor mir karikaturenhafte Hardcore-Bewegungen machten und sich gegenseitig ihre neuesten Windmühlen- und Pogo-Moves vorspielten.

Während der Umbauphase zu Behemoth dann ein kurzes Feuerwerk. Sehr hübsch und kurz, aber wohl nicht gewollt, wie die herbeieilenden Securities vermuten ließen. Behemoth fingen stark an.Leider war klar, dass Caliban die Stars des Abends waren, da deutlich weniger Zuschauer anwesend waren. Passten mit ihrem Death-Metal-beeinflussten Black Metal auch wenig ins Line-up des Festivals. Spielerisch natürlich großartig, aber nach ein paar Songs sind wir dann gefahren. Habe später erfahren, dass sie sowieso nur eine halbe Stunde gespielt haben. Das war wohl den langen Umbaupausen zwischen Haggard (hätte man doch auch ausfallen lassen können) und Caliban, sowie ihrer eigenen geschuldet. Schade, aber Nachtruhe am Wochenende ist natürlich wichtig ;-)

So, hoffe das wird jetzt eine ständige Institution, beim nächsten Mal wäre es nur schön, freitags etwas später zu beginnen, und nicht alle Headliner am ersten Tag zu verbraten.

1 Kommentar:

Godefroot hat gesagt…

Klasse Bericht wie immer!
Thx für die Erwähnung ^^
Das mit den Metalheads die sich ihre Moves gezeigt haben, war natürlich ganz großes Kino!
Bitte weitere Berichte ^^