Samstag, 20. September 2008

AJZ Homburg 19. 09.2008




Yeah, Freitag Abend nix zu tun, keine Begleitung in Sicht, also wat tun. Auf komischen Seiten rumgesurft und einen Konzerttermin im AJZ Homburg entdeckt. Naja, was soll man machen, also ab alleine dahin... Zum ersten Mal den neuen Standort besuchen. Beginn 20:00 Uhr, wohlweislich, dass sich nix geändert haben kann, also um kurz vor 21:30 ab nach Homburg. Erstmal Ernüchterung, wo ist dieses verdammte AJZ? Durch Erbach geirrt, keine Punkrocker gefunden. Straßenplan lotste mich dank falscher Adressenangabe in die völlig falsche Richtung. Am McDonalds dann die Dorfgangsta-Jugend gefragt, die mich zuerst zum Güterbahnhof schicken wollten, aber ihnen dann doch noch einfiel, dass das Dingens in einem AWO-Gebäude liegt und grade um die Ecke ist. Danke dafür, falls jemand das lesen sollte.

Am Veranstaltungsort angekommen, erstmal die Ernüchterung. Zwei Bands haben schon gespielt, also scheint sich tatsächlich am Zeitmanagement etwas geändert zu haben. Nun ja, erstmal rein und Bier. Dort die zweite Ernüchterung: Aus den legendären, zweieinhalb Jahrzehnte bestehenden heiligen Hallen des wahrscheinlich besten Juzes im südwestdeutschen Raums, in dem Punkrockgeschichte geschrieben wurde und so ziemlich alles von Pöbel und Gesocks, Toxoplasma, Kassierer bis hin zu Hardcore-Größen wie Gorilla Biscuits sich die Klinke in die Hand gedrückt hat, hat die Stadt tatsächlich zwei wohnzimmergroße Räume gemacht. Seit meinem letzten Besuch in den alten Räumlichkeiten (Toxoplasma-Konzert) hat sich auch das Personal mal wieder verjüngt, wat soll man machen...

Von einem ganz netten Besoffenen, dessen Namen ich leider vergessen habe (keine Angst, ich denke an deine Kippenschuld!), dann unter die Fittiche genommen, musste ich den Abend zum Glück nicht in selbstgewählter Isolation verbringen. Zum Glück auch keine Scherze über Gehstöcke oder Rheumadecken...

Dann gings auch schon los, ich nehme mal an, es waren Cambodia, leider die Bandansage nicht gehört und auf meine Frage konnte später auch keiner der Anwesenden reagieren. Später stellten sie sich noch als Pussycat Dolls, aber die sehen glaub ich attraktiver und weiblicher aus, und als Milli Vanilli, die sehen nur weiblicher aus ;-) vor. Sound beschissen, aber die Jungs motiviert und witzig. das volle Gitarrenposing, was bei der etwas, sagen wir simplen, Musik dann natürlich auch nicht ganz so schwerfällt. Jedenfalls ganz ok, auch wenn die Band am Ende nicht sehr zufrieden wirkte.

Als nächstes dann Inzane, die leider auf Grund der Fluktuation nur noch 10-13 Zuschauer hatten, von denen sie die meisten auch selbst mitgebracht haben. Schade eigentlich, die relativ syampathischen bösen Death-Grind-Black-Liebhaber, wie man an den T-Shirts erkennen konnte, lieferten das volle Grindcore-Brett ab. Grunz- und Kreischgesang im Wechsel vom gleichen Sänger und Geknüppel pur. Danke auch an die Widmung an mich, allerdings habe ich leider nix verstanden, weil mein besoffener Rawside-Fan-Kollege mich grade um Blättchen anschnorrte. Entweder sollte ich mich bewegen oder die CD kaufen (beides habe ich trotzdem nicht gemacht), da ich wohl der Einzige war, den sie nicht kannten. Jedenfalls, mir hats gefallen. Bei Gelegenheit gerne wieder. Nach zwei Zugaben war aber dann auch hier Schluß und ich verlies den Konzertort. Was bleibt ist ein durchaus positiver Eindruck vom neuen, wenn auch kleineren Juz und zwei Bands mehr auf meiner Konzertliste. Die jeweiligen MySpace-Seiten sind für Interessierte verlinkt.

AJZ Homburg

MySpace vom AJZ

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