Mittwoch, 29. Oktober 2008

Night of Torture - 25.10.2008 JUZ Saarlouis

Im Laufe meiner Jugend hatte ich fast sämtliche saarländischen JUZe durchgemacht, im Saarlouiser war ich aber seltsamerweise noch nie. Insgesamt vier Bands spielten zum Tanz, darunter Inzane, die ich bereits live erleben durfte (siehe Eintrag dort). Da ich an dem Tag noch was anderes vorhatte (siehe eins davor), stand das Klangerlebnis leider hinten an. Aber die discofreundlichen Öffnungszeiten des Kleinen Clubs spielten mir den Ball zu und so gings trotz Beschwerden des mitfahrenden Packes, ihre Verpflegung betreffend, schnurstracks nach Saarlouis...

...wo wir von den vier Bands natürlich drei verpasst haben, d.h. eine haben wir noch am Rande mitbekommen. Teenager mit Geigerin, die üblen Death Metal spielten. Durchaus ausbaubar und musikalisch ihrem Alter entsprechend. In ein-zwei Jahren bestimmt auch vorne mit dabei...

Dann kam auch schon die Hauptattraktion Thodtgehoelz, unter dem Namen Nachzehrer gegründet (und als solche noch in der allwissenden Müllhalde der Metalszene vertreten). Das anwesende Publikum war sichtlich erschöpft, so dass die meisten Gäste sich nicht erheben konnten oder wollten. Nach einem Intro gings dann auch los mit relativ schnell gespieltem Black Metal mit deutschen Texten und gelegentlichen Death-Metal-Einlagen. Die Bassistin Carlotte war wohl leider verhindert, so dass ein Kumpel einspringen musste. Während sich die Band im Hintergrund abmühte, gab der Sänger Christian, ehemals auch bei der saarländischen Black-Metal-Legende Finsterwald, alles. Schon nach den ersten beiden Liedern ziemlich atemlos, kreischte und grunzte er sich durch die Lieder, bekannt von einer Demo-CD und einer kostenlosen Promo (Link unten). Dazu muss man sagen, dass die ersten Lieder des Sets sehr nach frühen Immortal klangen und relativ schnell gespielt waren. Die gekonnten, wenn auch schnaufenden Ansagen, zeigten unter anderem H.P. Lovecraft als Paten der Musiker, auch ein gewisser Hang zur Misanthropie erwartet erwartet man natürlich von einer Schwarzmetall-Band aus deutschen Landen. Die beiden Lieder von der Promo Jagdzeit und Widersacher gefielen mir wesentlich besser (auch wenn die ersten schon nicht schlecht waren), da hier mehr Struktur vorhanden war. Auch ein neues Lied wurde vorgestellt, das eine Hymne an den Suizid darstellte und bei dem sich der Sänger am Ende auf dem Boden wälzte (gut, dass keine zerdepperten Flaschen rumlagen). Glückwunschrufe an den Sänger, der just zur Geisterstund Geburtstag hatte, wurden mit einem stilsicheren "Fickt euch" beantwortet. Eine Coverversion von Leper Messiah fiel dann wohl der Zensur zum Opfer, das letzte Lied war mir dann leider unbekannt. Mit dem Abschiedsgruß: "Kommt gut nach Hause und fickt euch alle." ging dann auch für meine Kollegen und mich der Konzertabend zu Ende.

Thodtgehoelz sind sicher immer mal wieder eine Reise wert und werden hoffentlich noch weiter von sich reden machen. Die Liveshow jedenfalls war gelungen und auch die Promo verspricht einiges. Bilder hätte ich auch gerne gemacht, allerdings verhinderten eine Discokugel und die mangelhafte Beleuchtung dieses Unterfangen. Eines der schlechten Bilder habe ich trotzdem mal hochgeladen. Review des Demos folgt, sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe.

Links zur Promo: Hier

Kommentare:

Godefroot hat gesagt…

So groß waren die Beschweden auch nicht ^^

Ich habe meinen Döner ja noch bekommen ^^

goretool hat gesagt…

hey hey sehr guter Beitrag!