Dienstag, 18. November 2008

SWO - Southern Revolution I in Saarlouis-Beaumarais Teil 1

Insgesamt schon die vierte Wrestling-Veranstaltung in der überschaubaren Mehrzweckhalle von Saarlouis-Beaumarais und die zweite der neuen Wrestling-Organisation SWO (Saarland Wrestling Organisation). War bisher nur bei den GSW-Events dabei, so dass ich nun Neuland betrat.

Der Abend begann leider unter keinem guten Stern, da ich schon auf der Arbeit über Kopfschmerzen zu klagen hatte. Nach drei Kopfwehtabletten und einer Aspirin gings dann, nur leider war ich etwas benommen, so dass ein Teil der Kämpfe leider an mir vorbeizog. Bei offentlichem Unsinn, einfach ein Kommentar schreiben...


Special SWO Rookies Tag Team Match


Nach einer kurzen Sitzplatzsuche (die 6. Reihe war leider nicht nummeriert), ging es dann auch schon los. Stefan Gauch & Julian Merten, zwei angebliche Rookies, bestritten den Eröffnungskampf gegen Michael Kovac und Murat Bosporus. "Keine zwei Minuten" höhnten die Ringfans und tatsächlich dauerte es nur zweieinhalb Minuten bis die Profis Murat und Kovac mit den beiden den Boden gewischt hatten. Das reichte den beiden aber auch nicht, so dass Tatanka und Joe E. Legend einschreiten mussten und die beiden Amateure retteten.

Oha, Murat als Heel und noch dazu ohne Eko Fresh. Öfter mal was Neues. Nun, dem sympathischen Türken schadete das nicht, er spielte seine Rolle sehr überzeugend.


Tag Team Match Karsten Beck & Coone vs. Aaron Insane & Robbie Gorden

Upsa, keine Erinnerung mehr an den Kampf. War da was? Scheint mich jedenfalls nicht sehr beeindruckt zu haben. Wenigstens zwei Bilder:










Gewonnen hatten Karsten Beck und Coone.


Ladies Match: Alpha Female vs. Jetta


Ladie-Kämpfe zeichnen sich normalerweise vor allem durch eins aus: Gähnende Langeweile... Das war schon zu seligen WWF-Zeiten so. Oder erinnert sich noch jemand an eine gute Ladies-Wrestlerin? Alundra Blayze etwa? Oder Sable, die wegen ihrer Brustimplantate keinen einzigen Bump einsstecken durfte? Gut, Chyna, aber das ist ja wieder was anderes...

Umso überraschender dieser Kampf. Alpha Female erntete erstmal Heat und wurde von den anwesenden Hardline-Fans als "Alpha Shemale" bezeichnet. Auch das inflationäre Schwenken der Deutschland-Flagge half ihr da wenig. Jetta wurde dann bejubelt. Im Kampf selbst zeigte sich allerdings, das Jetta ihrer Gegnerin nichts entgegenzusetzen hatte. Technisch ein hohes Niveau und gegen Ende konnte Alpha Female den Kampf dann auch verdient für sich entscheiden.

Four Way Dance: Lexxus vs. The Dark Phoenix vs. Capt. Steve Swallow vs. Farmer Joe

Definitiv ein Gimmicks-Match.
Der dunkle Sting-Verschnitt Dark Phoenix aka Markus Seemann gegen den mexikanischen Maskenmann Lexxus gegen einen Redneck namens Farmer Joe (müsste das nicht Bauer Joe heißen?) gegen einen Klon von Johnny Depps Jack Sparrow (und damit von Keith Richards) unter dem originellen Namen Steve Swallow. Wo die nur immer ihre Ideen herholen?

Nun, immer nur zwei im Ring und rund gings... Mit Markus Seemann wurde dann wieder mal der Boden gewischt, jeder durfte mal ran, bis er sich dann zum Glück auswechseln durfte. Dann gabs auch mal schön Blut zu sehen... Der arme Kerl hatte sich Nasenbluten zugezogen und sah etwas hilflos am Ringpfosten aus. Zum Glück ist das saarländische Publikum sehr fürsorglich und so bekam er von einer Dame aus dem Publikum ein Taschentuch überreicht. So werden Helden gemacht... Währenddessen ging die Ring-Action weiter, doch für Phoenix gab es keine Schonung, er musste wieder ran. Lexxus konnte dann auch den entscheidenden Pin ansetzen und gewann das Match. Etwas komisch, dass niemand einschritt, denn die beiden anderen sahen noch recht frisch aus. Vielleicht wollten sie ja nicht gewinnen?




2 out of 3 Falls No Holds Barred: Bernd Föhr vs. X-Dream, Special Referee: Thumbtack Jack



Der erste Höhepunkt des Abends und zugleich das letzte Match vor der Pause. Bernd "das Brot" Föhr gegen X-Dream. Das bedeutete nur eins: technisch anspruchvolles Wrestling mit High-flying-action. Am Anfang etwas Verwunderung: X-Dream kein Babyface, sondern Heel??? Was für eine Verschwendung, denn seien wir mal ehrlich: Wrestling-Fans hassen Babyfaces, zumindest bei mir ist es so. Es fällt schwer, einem Hulk Hogan zuzujubeln, man traut der Idylle und dem Gutmenschentum selten. Nur so lässt sich der enorme Erfolg des Undertakers und der NWO erklären. Umso besser ist es, wenn ein Babyface dann auch über das geeignete Charisma und die Technik verfügt, um Begeisterung auszulösen. Beides brachte X-Dream mit. Bernd Föhr als Babyface wirkt, trotz überragender Technik dagegen gesichtslos. Als "Böser" würde er meines Erachtens besser funktionieren. Naja, meine Ansicht.

So richtig No Holds Barred war der Kampf dann aber auch nicht: Auszählen, am Seil lösen? Was war denn dann bitte No Holds? Achso, der Einsatz eines Stuhls... Doof, das die Stühle der Halle recht stabil aussahen, so das man glücklicherweise einen Klappstuhl unter dem Ring versteckt hatte,

Der Kampf war auf jeden Fall das Highlight des Abends, die beiden Kontrahenten schenkten sich wirklich nichts und natürlich stand es am Ende 1:1... Sogar der hübsche 619 kam zum Einsatz. Schließlich konnte sich X-Dream durchsetzen und beendete den Kampf mit einem High-flying-Move, wobei ich gerade die Bezeichnung vergessen habe (bitte Kommentar nötigen).

So, mit der Pause verabschiede ich mich auch erstmal... im nächsten Teil gehts dann mit der Berichterstattung und einigen abschließenden Kommentaren weiter.

Keine Kommentare: