Montag, 22. Dezember 2008

Destruction & Debauchery im Roxy am 18.12.2008

Scared to Death aus Bayern eröffneten den Reigen und boten gefälligen Old School Thrash Metal ohne Nuancen. Größtenteils bekannte Riffs der üblichen Verdächtigen wie Motörhead, Sodom und Kreator. Die Stimme des Frontmannes beeindruckte mich wenig, dennoch boten sie ganz nette Unterhaltung. His Last Words und das motörheadlastige Your Pain is My Passion waren die Highlights. Ein weiteres Lied basierte komplett auf einem Iron-Maiden-Riff. Etwas schade, dass die Jungs dann nach vier oder fünf Songs kommentarlos von der Bühne gingen.

Debauchery legten nach kurzer Umbauphase los und ließen es dann richtig krachen. Blutverschmiert zockten sie ihren groovigen Death Metal und konnten durch galante Ansagen wie "Dieses Lied ist allen Ladys gewidmet... Cuntkiller" punkten. Am besten hat mir das rockige Hardrockin' (hat seinen Namen wirklich verdient) und das eingängige Blood for the Bloodgod gefallen. Beim Publikum kam die Show gut an, viele bangten, was das Zeug hielt.

Destruction betraten danach die Bühne. Die Senioren des Abends zeigten dann auch sehr schön wo der Metal-Hammer hängt, nämlich im guten alten Thrash Metal der Achtziger, die für mich immer noch die Königsdisziplin des Metals ist. Nach Bestial Invasion of Hell und Devolution und einigen weiteren alten Hits, gabs dann ein Medley mit The Antichrist, Release from Agony gefolgt von einem stinklangweiligen Drumsolo und dann dem weniger langweiligen Tormentor zu hören. Zwischendurch betonte Schmier immer wieder, wie sehr ihm die kleine, aber engagierte Masse (das Roxy war nur halb gefüllt) besser gefalle, als der Gig in Essen vom Vortag (der laut ihm aber auch super war). Vielleicht liest ja jemand den, der in Essen war den Blog und kann mir mitteilen, ob ihm Essen vielleicht auch besser gefallen habe, als im Londoner Underworld... Das Publikum zeigte ähnlich, wie die Leute auf der Bühne, dann auch alles, was man für eine gefällige Show so eingeübt hatte: Crowd-Surfing (natürlich wieder kein Stagediving, wegen Absperrung und Security), Bangen und ein schönes Moshpit. Cool fand ich auch, dass Schmier Cracked Brain interpretierte, da er ja an dem Album gar nicht beteiligt war. Ist allerdings auch auf Thrash Anthems zu finden.

Mit Curse the Gods gab es dann die erste Zugabe, danach das fantastische Nailed to the Cross vom Reunionalbum und als letztes dann natürlich Total Desaster. Zu den Klängen von Frank Sinatra verließen wir dann die Halle. Super Konzert ...

Keine Kommentare: