Dienstag, 2. Dezember 2008

Morbid Angel, Kataklysm und Marduk - Garage Saarbrücken


Morbid Angel, Kataklysm und Marduk, unterstützt von Keep of Kalessin und Arsis spielten am Donnerstag, dem 27.11. zum Tanz auf. Da der Einlass bereits um 17:30 erfolgte verpasste ich natürlich die beiden Vorbands. Tja, Metal scheint nicht mehr Working-Class-tauglich zu sein. Keep of Kalessin spielten gerade ihr letztes Lied, Standard-Extreme-Metal ohne Schnörkel würde ich sagen.

Nach einer kurzen Umbaupause spielten dann Marduk auf. Trotz Burn my Coffin und Infernal Eternal, zweier meiner Lieblingslieder, wollte keine rechte Stimmung aufkommen. Der Sound war beschissen und die Band selbst zeigte keine besonderen Ambitionen an diesem Abend. Auch die Publikumsreaktionen waren verhalten. Außerdem fragt man sich, ob ein In- oder Outro vor bzw. nach jedem Lied Sinn macht. Enttäuschend...

Ganz im Gegensatz zu Kataklysm, die danach die Halle zum Kochen brachten und einen Querschnitt ihres Repertoires ablieferten: Taking the World By Storm, Blood on the Swans und Chains of Power. Bei Crippled & Broken wurde dann auch das Publikum zum Singen aufgefordert und mit dem Abschlusssong In Shadows and Dust wird dann auch noch ein Circle Pit gefordert und tatsächlich ausgeführt. Super Auftritt, wie schon 2006 zusammen mit Bolt Thrower. Einfach eine super Band!


Morbid Angel hatten dann anscheinend unter den Ermüdungserscheinungen des Publikums zu knabbern, welches etwas geschrumpft war und während des Auftritts noch weiter schrumpfte. Mir unverständlich. Ich habe sie an dem Tag zum zweiten Mal gesehen und zum ersten Mal mit David Vincent, der merklich gealtert ist. Gut, man kann sich zu Morbid Angel nicht so bewegen, wie man es bei Kataklysm konnte, aber trotzdem... Etwas mehr Enthusiasmus hätte ich mir schon gewünscht. Trey zeigte leider wenig Freude an Kommunikation mit dem Publikum, so dass er nur durch seine Soli beeindrucken konnte und dem Ex-Nazi und Piercing-Fan (da war doch mal was?) David Vincent das Anheizen des Publikums überließ. Frage mich nur, was satanische Ansagen im Ctuhulhu-Mythos zu suchen haben. Mit Where the Slime live gings nach nervtötenden Hardcore Techno dann auch los. Auch die Songs von Steve Tucker interpretierte Vincent, was schon fast eine Überraschung war. Naja, die Songs sind ja auch Treys Babies. Dann natürlich Klassiker wie Chapel of Ghouls, Maze of Torment“ und „Lord of All Fevers And Plague“. Mit Nevermore wurde auch ein neuer Song präsentiert, der große Hoffnungen auf das "I..."-Album aufkommen lässt. Einzige Minuspunkte: kein God of Emptiness, kein Angel of Disease... und auch keine Zugabe.

Fazit: Gelungener Abend!

Das obige Bild von David Vincent stammt aus der Wikipedia und wurde unter der Lizenz: http://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Lizenz_f%C3%BCr_freie_Dokumentation veröffentlicht. Der Autor ist Bardia Sagha / Bright Eyes Magazine.

Kommentare:

Godefroot hat gesagt…

Wie immer ein guter Beitrag!
Leider kann ich deine Meinung zu Morbid Angel nicht teilen... Ich fand sie einfach nur schlecht...
Dafür waren Kataklysm richtig geil! Würde ich gerne noch einmal sehen.

Anonym hat gesagt…

Ex-Nazi? Eine etwaige Distanzierung Vincents habe ich vollkommen verschlafen, wann war das denn?