Samstag, 4. April 2009

Spermbirds am 3.04.2009 - Kleiner Klub

Alte Männer rocken besser war wohl das Thema des Abends. Eröffnet haben Kick Joneses, hab die früher schon mal gesehen, aber konnte mich nicht mehr dran erinnern. Nach den ersten drei Liedern, weiß ich warum. Sie sind einfach langweilig. Schade, denn die LP hätte nur 5 Euronen gekostet. Naja, kann man machen nix. Mit I'm a Product von den heiligen Saints beweisen sie dann wenigstens Geschmack. Angeblich Legenden, Nachfolger von Walter Elf. Schlimm, ganz schlimm, waren die deutschen Lieder, Froschmann und so. Warum sie jetzt mit ihrer fast 18jährigen Bandgeschichte plötzlich auf Boxhamsters machen, kann ich nicht nachvollziehen. Gut waren sie zumindest, wenn sie etwas schneller spielten. Also irgendwie nicht so ganz meine Baustelle. Das Publikum mochte die Band aber, nach einigen Liedern gabs dann auch schönen Pogo. Beim Zugabenset war ich draußen, aber ich glaube es handelte sich um ein Ramones-Cover und Lights Out von den Angry Samoans. Musikgeschmack haben sie also.


Spermbirds waren dann natürlich, wie auch nicht anders zu erwarten, großartig. Lee Hollis ist zurück (ok, schon ein bisserl länger) und trat gehörig Arsch. Los gings mit Something to Prove, das hatten sie aber eigentlich nicht mehr. Vergessen die schreckliche Phase ohne Lee Hollis mit Shit for Sale (haargenau das war das Album: Scheiße zum Kaufen). Weiter gings mit Americans Are Cool und so war ich dann die ersten drei Lieder am Pogen. Was die alten Knochen halt so mitmachen. War dann auch ganz schön fertig, da es im Kleinen Klub geschätzte 50° waren. My God Rides a Skateboard gabs auch ziemlich früh und natürlich No Punks in K-Town (laut Lee Hollis waren alle drei in Saarbrücken ;-) . Überhaupt, gute Ansagen. "Ja, Kick Joneses haben eben von ihrer Hass-Liebe zu Lautern gesprochen, bei mir ist es nur Hass", tönte der sympathisch-wütende Frontmann, Barkeeper und Buchautor. Großartig. Das ungewöhnliche Texas Cowboy wurde auch noch angespielt. Mein Lieblingslied Only a Phase und das Agent-Orange-Cover Bloodstains folgten. Nach 45 Minuten war dann erstmal Schluss. Die Band kam nochmal für zwei Songs (einer davon war Knifethrower) und dann dachte man es wäre Schluss, da die Musik schon lief. Es folgten aber zwei weitere Songs, die ich aber nicht mehr mitbekam, da ich schon draußen war. Großartiger Gig.

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