Freitag, 13. November 2009

God Dethroned & Endstille live im Club Caesar/Neunkirchen 11.11.2009


Tja, die Serie desillusionierender Black-Metal-Konzerte nimmt kein Ende. Vorsorglich Hollenthon verpassend kam ich so gegen 21 Uhr in die ehemalige Diskothek in Neunkirchen und war erstmal verwundert das gerade mal 100 Leutchen da waren. Erstmal mit der seltsamen Getränkekarte Bier bestellt und dem Bühnenumbau zugeguckt.


Lange brauchten die Jungs wahrlich nicht und dann kamen Endstille fast komplett geschminkt auf die Bühne. Am Gesang Lugubrem von Mordskog, der den ausgestiegenen Iblis ziemlich gut ersetzte. Tja, nicht die schlechteste Wahl, den der Sänger schien durchaus der Einzige zu sein, der sein "Instrument" beherrschte. Spielfehler en masse und das bei derart simpel gestrickten Black-Metal-Songs. Dazu noch ein Sound, der nur aus Gerumpel zu bestehen schien. Das Schlagzeug war eindeutig zu laut und sorgte dafür, dass man kaum mittig stehen konnte, ohne Gefahr zu riskieren den Kehlkopf eingedrückt zu bekommen. Sänger und Gitarrist mit ewig langem Bart waren dann auch der einzige Blickfang. Verstehe das nicht, hatte bisher nur Gutes von der Gruppe gehört. Den Fans schien es allerdings zu gefallen. Naja, jedem das Seine. Im Ohr hängen blieb mir nur I Am God und das Lied mit dem Adolf-Hitler-ist-tot-Intro. Vielleicht sind sie beim nächsten Konzert besser und haben an diesem Abend einfach zuviel Rotwein und Bier genossen.

God Dethroned hatte ich eigentlich in meiner Liste an guten death-Metal-Bands ziemlich weit unten eingeordnet und eigentlich eher als belanglos in Erinnerung. So dachte ich dann auch der stolze Preis von 20 Euronen wäre umsonst ausgegeben worden. Aber dann kam es doch anders: God Dethroned waren richtig geil und boten einen runden Querschnitt durch ihre Karriere. Von den Anfängen mit Liedern von Bloody Blasphemy und The Grand Grimoire , der mittleren Karrierephase mit Consumed By Darkness oder Soul Sweeperund Songs vom neuen Album war alles dabei. Sehr gut fand ich vor allem die dezenten Heavy-Metal-Solos, die sich sehr gut in den ansonsten harten und brutalen Death-Metal-Stil integrierten, Sie waren sich auch nicht zu schade Stage-Acting zu zeigen. Insbesondere Gitarristin Susan Gerl bangte wie die Hölle und auch der Frontmann machte eine gute Figur. Die (überraschende) Rettung des Abends. Leider ohne Zugabe war dann um 23:30 Schluss.

Links: Club Caesar - Endstille - God Dethroned

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