Samstag, 31. Januar 2009

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Versuch nach einem Dialog und dem Studium einer Sammlung zeitgenössischer Kurzgeschichten und deren Interpretationen

Biermann, Grass und Bono
Ein jeder ist ein Zono.

Biermann, Grass und U2
sind mir ziemlich einerlei.

Freitag, 23. Januar 2009

Leider, leider...

ist zur Zeit an der saarländischen Konzertfront wenig los und ich stecke in den Prüfungsvorbereitungen. Daher mal wieder eine kleine Kaufempfehlung:

Der neuen Ausgabe des Musikexpress liegt eine Vinyl-Single von Franz Ferdinand bei. Auch wenn die 7'' schon beim Angucken zu zerbröseln scheint und auf der Titelseite groß "Sammlerstück" steht, was bei einer Auflage von 60.000 Exemplaren wohl ein schlechter Scherz sein soll, die Anschaffung des Springer-Blattes lohnt sich.

Ulysses ist eigentlich typisch Franz Ferdinand und im gleichen Stil wie ihr Hit Take Me Out, die B-Seite Liquid Dreams ist rockiger und auch sehr schön. Zeigt jedenfalls, dass mit dem schottischen Exil-Thronfolger weiterhin zu rechnen ist.

Link: Musikexpress

Sonntag, 11. Januar 2009

TSOL


Die Hardcore-Punk-Legende TSOL hat ihr neues Album Life, Liberty & The Pursuit Of Free Downloads zum, wie der Titel schon andeutet, freien Download, auf der Shop-Seite von Hurley bereitgestellt. Musikalisch mittlerweile recht rockig, aber eine verdammt unterstützenswerte Aktion.

Link: Free Download

Freitag, 9. Januar 2009

1. Landauer Poetry Slam - Der Dichterwettstreit, 08.01.2009

Mit Hekate und The Boys im Ohr (kühne Mischung, ich weiß) ging es eher gemusst als gewollt nach Landau in die Bürgerstraße, wo Frau Dr. Anja Ohmer zum ersten universitären Poetry Slam an der Universität Koblenz-Landau einlud. Einen Stuhl musste man sich aus der Cafetaria selbst mitbringen, da die Kapazitäten des Festsaals erschöpft waren. In einem vollgestopften Saal fand dann im Rahmen eines Seminars ein Dichterwettstreit der Studierenden statt. Insgesamt 16 Gruppen stritten um die Gunst des Publikums und der vier Juroren, bestehend aus Prof. Dr. Merten und Frau Biederbeck von der Universität Landau und den beiden Gästen Martin Rieger (Fotokünstler und Besitzer der Engel-Apotheke in Landau) und Robert Montoto vom Nationaltheater Mannheim. Durch den Abend führten Dr. Ohmer und Michael Ignatowicz.

Die Vortragsarten waren recht unterschiedlich, so wechselten sich kurze Theaterstücke, Gedichte und an Bütenreden erinnernde Vorträge ab. Auch die Vortragsart wechselte von sehr leise bis ziemlich laut. Das enorme Engagement der Studierenden verhalf dem Abend zu einem gelungenen Ende. Sehr gut fand ich, dass zwei Gruppen ihre Redezeit dazu nutzten, auf die Situation der Bachelor-Studierenden aufmerksam zu machen. Mir persönlich gefielen vor allem die kurzen Gedichte, darunter eine Ode an eine Katze, die an Kurt Schwitters erinnerte und "Der Wanderer". Auch der Samurai "Hiro Nakamura" war sehr erheiternd, leider hatte dabei die Technik einige Aussetzer. Lob auch deshalb, weil der gute, alte Buk erwähnt wurde und es einer der wenigen Beiträge war, bei dem auch mal Kraftausdrücke benutzt wurden. Von den Theaterstücken waren das medienkritische "Couch Potatoes" und die Performance der "Chaoskinder", die letztlich auch den Publikumspreis gewann, meine Favoriten. Der Preis der Jury ging an Jan Köhler, der das alte Thema der Trennung aufgriff und sehr souverän agierte.

Einziges Manko waren die fehlenden Pausen und die Temperatur im Raum, die stetig anstieg. Alles in allem also ein sehr amüsanter und gelungener Abend, der den langen Anfahrtsweg ausglich. Neben Denkanstößen lieferte der Abend auch zwei Erkenntnisse: 1) Löcher in Manteltaschen sollte man möglichst direkt nähen und 2) moderne Autoschlüssel können überfahren werden, ohne dass ihre Funktion dadurch beeinträchtigt wird (gilt zumindest im Winter).

Link: Ankündigung

Samstag, 3. Januar 2009

Weihnachts-Silvester-Filmmarathon


Endlich mal genug Zeit, mir ein paar DVDs und Filme reinzuziehen, also hier im Schnelldurchlauf:

Firefly: Der Kopfgeldjäger
Die erste Amtshandlung begann gleich schon mit einem traurigen Ereignis. Nach dem Ende der Sopranos und Buffy & Angel war ich immer auf der Suche nach einer neuen Serie, die mich fesselte. Prison Break und Heroes waren ganz nett, aber das Nonplusultra waren sie beide nicht. Durch nen Kollegen kam ich dann auf Firefly und nach dem Anschauen des Pilotfilms legte ich mir die komplette Staffel zu. Überzeugende Charaktere und coole Sci-Fi-Western-Atmosphäre, dazu der gute Whedon-Humor, der schon bei Buffy (bei Angel erst gegen Ende) überzeugte. Leider blieb die erste gleichzeitig auch die letzte Staffel, so dass mir nur noch der Kinofilm bleibt. Schade... Große Kunst findet leider keine Gönner.

The Devil's Rejects:
Splatter-Granate par excellence. Angelehnt an die Manson-Familie erwartet den geneigten Zuschauer eine bizarre, krude Mischung aus handelsüblichen Redneck-Backwood-Massaker, schwarzer Komödie und Splattergranate. Rob Zombie verwendet nur die Rumpfstory des Vorgängers "Haus der 1000 Leichen", stattdessen lehnt er sich eher an Natural Born Killers an. Einer der letzten Auftritte von Matthew McGrory, der kurz nach den Dreharbeiten verstarb.

The Living & The Dead
Der Film erzählt die tragische Geschichte eines alten Landlords, der mit seinem schizophrenen Sohn und seiner todsterbenskranken Frau ein weitläufiges Anwesen. Als er wegen einem dringenden Termin das Haus verlassen muss, steigert sich sein Sohn in einem Anfall von Größenwahn zum Pfleger und Beschützer der Mutter. Er verzettelt sich immer tiefer in seine Traumwelt und seine psychotischen Schübe lassen eine Katastrophe entstehen.
Puuuhh, sehr anstrengender Film. Alleine die Auswirkungen der Schübe sind schwer zu ertragen, sehr hektisch und verzerrt. Durch die Wahnvorstellungen des Hauptdarstellers ist der Fortgang der Story leider etwas verwirrend dargestellt. Normalerweise stehe ich ja auf sowas, aber hier störte es mich etwas. Musste echt mit mir kämpfen, den Film zu Ende zu schauen.

American Gangster
Muss man wohl nicht viel zu sagen, klasse Film, reicht aber nicht an die Mafia-Filme vom Kaliber Der Pate oder GoodFellas ran. Seltsamerweise wurde der Rückfall von Frank Lucas nicht erwähnt, hat wohl nicht zur Dramaturgie gepasst.

Asterix und die Wikinger
Einziger Film, den ich nicht auf DVD geguckt habe. Das neue Anime-Anlitz störte mich nicht und ich hab mich gut amüsiert. An die alten Klassiker kommts trotzdem nicht ran.

Night of the Demons
Schrottiger B-Movie, der sehr stark an Ashs Bösen Tod erinnert. Bis es zur Sache geht, gähnt man etwa 60 Minuten, danach wirds auch nicht viel besser. Allein die Augen-Szene liefert einen nachhaltigen Eindruck.Im Gegensatz dazu

Night of the Demons 2
6 Jahre Pause taten der Serie gut. Angela is back und es wird lustig weiter gemordet. Seitdem weiß ich, das Lippenstifthülsen gute Dämonentransportmittel sind und man sich mit Martial-Lineal-Nonnen besser nicht anlegt. Aso, und Morbid Angel durften sich am Soundtrack beteiligen. Siehe auch hier. Super Trash-Granate, den

Night of the Demons 3
leider nicht toppen kann. Wieder kehrt Angela zurück, leider etwas biederer als der Vorgänger und weniger Gags, dafür mehr Blut.

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Ums kurz zu machen, alle negativen Kritiken stimmen. So kann man eine klasse Serie ruinieren, hat Lucas ja schon bei Star Wars geschafft. Zu viele offensichtliche und mit dem Vorschlaghammer in das Hirn des Rezipienten reingeballerte Verweise auf die früheren Filme, ein debiler Rebellenjugendlicher als Sidekick und dämliche ET-Aliens. Man musste auch wirklich alles verwursten: Atombombe, Kalter Krieg, Kommunistenhatz, Area 51... Irgendwann ist ja mal gut. Dazu gravierende Storylücken, auf die man nicht eingehen muss. Eine Frage hätte ich aber gern beantwortet: Wie kann Henry Jones Sr. sterben, wenn er doch im hervoragenden dritten Teil vom Heiligen Gral getrunken hat?

So, das wars erstmal wieder, bis denne.