Donnerstag, 28. Mai 2009

Sonntag, 17. Mai 2009

Battle of Metal 2009 - Special Guest: Sodom - Losheim

Acht Bands traten beim diesjährigen Battle of Metal in der alten Eisenbahnhalle von Losheim gegeneinander an. Dem Gewinner winkte ein Auftritt beim diesjährigen Rock-Area-Festival. Ermittelt per ultrageheimer Stimmzettelwahl. Anscheinend ein Testlauf für die baldigen Kommunal- und Europawahlen. Als Special Guests traten Sodom auf.

Eigentlich recht pünktlich tauchten wir am Veranstaltungsort auf, nur um festzustellen, dass wir Thodtgehoelz (siehe hier) schon verpasst haben. Die Veranstalter haben wohl schon um 17:30 Uhr die ersten Bands auf die Bühne gescheucht (Einlass sollte um 18 Uhr sein). Doof und unfair. Naja, erstmal Bier trinken und Leute begrüssen. Das führte leider dazu, dass wir von den ganzen Bands gerade mal vier gesehen haben. Bei Godslave waren wir kurz in der Halle, aber der belanglose Death-Thrash ließ uns gleich wieder verschwinden. Naja, hatten wohl die meisten Freunde, denn schließlich haben sie an diesem Abend gewonnen. Ancient Gods waren auch sehr unspektakulär. Eigentlich wollten wir Indicator (für die ich gevotet habe) sehen, aber die sind dann auch 30 Minuten zu früh aufgetreten. Schade, nette Kerle,guter Thrash Metal.

Erinnern kann ich mich noch an die Metalcorler von Saddest Messiah (bescheuerter Name). Seeeehr langweilig. Weiß leider nicht, wenn sie aus der Halle haben wollten, aber schien wichtig zu sein. Endless Void mit Violine waren ganz ok. Beim Der Wolf im Manne-Lied von ihrer MySpace-Seite haben sie aber zu oft Halloween (sic!) gehört. Vom Besuch ebenjener Seite rate ich ab, die Soundqualität der MP3s ist gar fürchterlich. Mhm, ich müsste noch ein paar Bands gesehen haben, kann mich noch an ne Fronttrulla erinnern und irgendn Gothic-Metal-Haufen...

Naja, dann hieß es auf Sodom warten. Draußen raste gerade der Krankenwagen heran, keine Ahnung, was los war. Jedenfalls legten Tom und Gesellen dann mit Napalm in the Morning los und 90 Minuten lang regierte der gute, alte Thrash Metal. Ging gut ab und das Pogen war im Gegensatz zum Spermbirds-Gig (hier) nicht zu anstrengend. Stahlgitter hätten die Veranstalter aber besser gekauft, so standen zehn Männeken vor der Bühne und mussten selbst absperren. Bescheuert... Leid tats mir dann um den verunglückten Crowdsurfer bei Fuck the Police, den seine Freunde Räuberteitern-Style hinter sich warfen ... wo leider NIEMAND gestanden hat. Hätten sie auch vorher sehen können. Ich hoffe dem Flanellhemdenträger ist nichts passiert. Er landete nämlich direkt auf dem Kopf und sein Freund hat ihn rausgetragen.

Sodom boten ein buntes Best-of-Programm, in das sich nur wenige neuere Lieder verirrt haben. So muss das sein. Sehr schön auch, dass neben Standards wie Obsessed by Cruelty und Outbreak of Evil auch Witching Metal und Blasphemer ausgepackt wurden. Ansonsten nur Hits, zwei Coverversionen (Iron Fist und Aber bitte mit Sahne). Alles wurde frenetisch mitgegröhlt und abgefeiert. Beim Wachturm sang Angelripper zweimal die gleiche Strophe, was er auf sein Alter schob. Leider etwas wenige Scherze, sogar Bobby Schottkowski verkniff sich seine Sprüche. Schade irgendwie. Mit Ausgebombt (deutsche Version) endete dann der offizielle Teil und als Zugaben gabs noch Remember the Fallen, die Stumme Ursel und natürlich als Abschluss Bombenhagel. Anschließend wurden die Gewinner verkündet, aber da waren wir schon auf dem Heimweg.

Bildergalerien von sol.de: 1, 2, 3 (mit einem sehr schönen Button).

Lieblings-T-Shirts:
1. Darkness
2. Krümelmonster
3. Mehrere Chris-Dudek-Memorial-T-Shirts

(Blasphemy und No War mit Panzer drauf außer Konkurrenz)

Einkäufe: Hellowed Debütalbum (geniales Cover), Sabbat - The Harmageddon Vinylucifer Singles (dito) und Pentacle - Under the Black Cross

Sonntag, 3. Mai 2009

Hexentanz Festival 2009 - Sa, 2. Mai 2009

Mal wieder viel zu spät, aber zum Glück nur Schock (sagt mir nix) und Seelenzorn (ihr erinnert euch?) verpasst. Erst mal nach dem Stand der letzten zwei Tage gefragt, anscheinend haben Spielbann gut abgerockt. Equilibrium wurden wohl eher belächelt, der Rest wohl ganz ok. Übers Walpurgisschlacht-Ding konnte ich nix in Erfahrung bringen, ne Bilder-Show gibts hier. Am ersten Tag hatte ich leider keine Zeit

Los gings dann für mich mit Coppelius, auf die ich sehr gespannt war. Nach einer 20-30minütigen Anstehphase (wohl zu wenig Security?), betrat ich dann das Gelände und lauschte den Klängen. Tja, mal wieder bestätigt: Mein Musikgeschmack und der, der breiten Masse bzw. der Musikfachzeitschriften beißen sich etwas. Was als Melange aus 30er Jahre Musik und 19. Jhdt.-Optik mit Mittelaltereinflüssen geschildert wurde, entpuppte sich als plumper, unausgegorener Stilmix. Ekelhaft vor allem die Vergewaltigung von Maidens Charlotte the Harlot. Furchtbarer Müll, der den Massen aber wohl recht gut behagte.


Bei Faun gings dann erst mal shoppen. Ne Sabbat-Live-CD war mein Fund. Ende des Faun-Gigs dann aus der Ferne miterlebt. Kann nicht viel mit ihnen anfangen. Wenigstens kein Mittelalter-Gitarrenrock, sondern "authentische" mittelalterliche Balladen, was immer das heißen mag.

Eisbrecher kamen dann aus der 3. Liga der Neuen Deutschen Härte wenn man Rammstein und Oomph! als 1. und ihre Epigonen wie Richthofen und die Ursprungsband von Eisbrecher, Megaherz, als 2. sieht). Dicke Backen-Musik mit Texten, die man nur als "bescheuert" umschreiben kann. Ausnahmen: das gute Zugabenstück This is deutsch!, das mit allen Nazi-Klischees und deutschen Stereotypen spielt und Referenzen an Kraftwerk und Trio enthält, sowie die Clawfinger-Passage im anschließenden Miststück. Hach, das waren noch Zeiten. Schade, dass ich die CD als böser Schwarzmetaller verkauft habe. Aber eigentlich war auch nur Nigger gut, dessen schnellgesprochener Mittelteil Alexx recht gut performte. Nette Geste auch, den Schnaps und Wasserflaschen ans Publikum zu verteilen. Er bekam sogar die Flasche zurück.

So, zum Glück kamen noch ASP, sonst wäre das Festival für mich eine wahre Tortur geblieben. Jedes Mal, wirklich JEDES Mal, wenn man auf den Markt wechselte, wurde man durchsucht. Aber auch das reichte nicht. Jedes Mal, wenn man den Flohmarkt verließ, musste man auch durchsucht werden. Verstehe ich nicht, ich hätte mir dort ein Schwert kaufen können, aber Deospray ist verboten? Ach so, von etwa 10 Durchsuchungen wurde mein Deoroller drei Mal gefunden. Nette Stichprobe. Auf Nachfrage durfte ich den dann behalten, war ja kein Spray...


Zurück zu ASP, kamen gerade von ihrer Unplugged-Tour zurück und so musste sich Alexander „Asp“ Frank Spreng doppelt anstrengen. Tatsächlich hatte man anfangs den Eindruck, es würde ihm nicht gelingen. Nach ein paar Songs war er aber wieder eingesungen und zeigte wie immer eine fantastische Spielfreude. Um es mit Frauenarzts Worten zu sagen "Er hampelte auf der Bühne wie ein Hampelmann". Geboten wurde ein Querschnitt aus 10 Jahren Musikgeschichte. Alle Hits wie How far would you go?, Sing Child und Ich bin ein wahrer Satan. Auch gut, dass Lieder aus dem Krabat-Zyklus aufgenommen wurden. Bin mittlerweile ein großer Krabat-Fan. Denn ich bin der Meister und natürlich Krabat kamen extrem gut an. Das neue Lied Biotopia fand ich dagegen ziemlich schlecht. In der Mitte des Auftritts zeigte Spreng bei Und wir tanzten auch, dass er gut kreischen kann. Für insgesamt vier Zugaben kam die Band zurück auf die Bühne, den Abschluss bildeten Ich will brennen und Abschied, das sich als Schlusslied natürlich besonders gut eignete.

Mir persönlich fehlten Aus der Tiefe, Der geheimnisvolle Fremde (Ja, ja, drei Mal Hurra!) und Hässlich. Aber sonst super gutes Konzert, das alleine schon den Eintritt wert gewesen wäre (und für mich wohl auch war).

Link: Hexentanz-Festival

PS: Hier mein Votum für die besten T-Shirts:

1. Eisenpimmel
2. Protector
3. Patrick von Spongebob als roter Stern

Mein Beherit-T-Shirt war natürlich außer Konkurrenz.