Montag, 31. August 2009

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Sonntag, 30. August 2009

Forget about Art School - Do im Alten Burg Theater NK Neunkirchen


Forget about art school hieß das Motto am Donnerstagabend auf einer kleinen Privatveranstaltung im altehrwürdigen Burg Theater Neunkirchen, mein ehemaliges Lieblingskino und leider schon seit Jahren geschlossen. Dementsprechend groß waren auch die Erwartungen. Nur geladene Gäste wurden empfangen und die Bewirtung erfolgte im kleinen Rahmen. Lecker Bier, Radler oder Mineralwasser inklusive Sesamstangen. Tja, was soll man sagen? Viel hat sich in dem Kino getan, neue Dekoration, frisch gestrichen. Leider ist nur noch der kleine Saal gut in Schuss.

Was hat nun die Elite der Geek-, Fanboy- und sonstiger Subkulturen, die sich mit einem Personenkreis von etwa 50 Personen eingefunden hat, unter dem Motto des Abends vorzustellen?

Nun, recht viel. Eine kleine Vernissage des Künstlers Jürgen Jörg bot den Rahmen und war von der Eröffnung bis zum Ende des Abends präsent. Gegen 20:30 Uhr wurde die Independet-Dokumentation D.i.y. or Die - How to survive as an Independent Artist auf der großen (na gut, im Vergleich zum ehemaligen Saal 1 wohl eher kleinen) Leinwand gezeigt. Eine sehr interessante Dokumentation, die unter anderem Statements von Ian McKaye, Lydia Lunch und J Masics zum Phänomen DIY enthielt. Eine hervoragende und frei erhältliche Doku, die Lust am Erschaffen von Kunst weckt. Geheimtipp! Gibts auch kostenlos im Netz.


Den Abschluss bildete ein Auftritt des Liedermachers Phil (This is Cowboy Poetry). Sehr netter Folk, der mit seiner Verbindung zur Punkmusik (When We Were Punks) auch ein alternatives Publikum ansprach.

Fazit: Ein rundum gelungener, ruhiger Abend im kleinen Kreis. Alle Interessierten sollten schleunigst versuchen in den Email-Verteiler zu gelangen, da es (hoffentlich bald) eine Fortsetzung geben wird. Es lohnt sich!


PS: Das Burg-Theater kann für private Veranstaltungen kostengünstig gemietet werden.

Links: Jürgen Jörg - D.I.Y. or Die - Burgtheater Neunkirchen

Montag, 24. August 2009

Jello Biafra & The Guantanamo School of Medicine / Pascow am 23. August 2009


Meine erste Ü30-Party. Im Vorfeld hatte ich das Konzert als so wichtig beschrieben, wie für einen Christen ein Open-Air am Petersplatz. Und eine kompetente Vorband hatte man mit Pascow auch gefunden. Von daher war ich doch schockiert, dass gegen 20 Uhr kaum einer da war. Pascow hatten jedenfalls gerade angefangen und lieferten ein schönes Set ab. Am Besten gefiel mir die Knochenfabrik-Coverversion Fuck off sowie das sehr ähnliche Ich, Jello Biafra und das verdammte WOM (wäre auch peinlich, wenn sies nicht gespielt hätten. Trotz des geringen Zulaufs jedenfalls ein super Auftritt der vier Jungs aus Gimbweiler.

Gegen kurz nach 21 Uhr betrat Jello Biafra im Morgenmantel mit Ralph Spight von Victims Family die Bühne. Billy Gould, großspurig auf der Website der Garage angekündigt war allerdings nirgends zu sehen. Statt dessen zwei unbekannte (14jährige?) Musiker. Mittlerweile hatte sich auch die Halle merklich gefüllt. Mit Terror in Tiny Town legten die Musiker dann los und Jello war in seinem Element. Er posierte, zog Grimassen und sprang wild (und vor allem ungelenk) herum. Vor vielen Songs, die auf dem neuen, noch nicht erschienen Album, stammten, machte er ellenlange politische Ansagen, die beim Publikum auf Wohlwollen stießen. Insbesondere die Erwähnung von Gerhard Schröder und seinen Verstrickungen beim russischen Ölkonzern Gazprom vor New Feudalism zeigen, dass Biafra nicht nur nationalpolitisch, sondern auch global denkt. California über Alles wurde in der Schwarzenegger-Version gespielt und im regulären Set hatte auch noch Let's Lynch the Landlord Platz. Three Strikes...You're Out war ein interessantes Statement zu einem der dämmlichsten Gesetze, die es in Amerika (für Downloader auch in anderen Ländern) gibt. Jello war jedenfalls kaum aufzuhalten, allerdings sah er nach einem Maleur mit der Wasserflasche die Hälfte vom Set so aus, als habe er in die Hose gepinkelt. Zum Glück trocknet ja Wasser...

Nach Pets Eat Their Masters war dann erstmal Schluss, aber Jello kam noch für die beiden DK-Klassiker Holiday in Cambodia und Police Truck zurück auf die Bühne, die erwartungsgemäß die meisten Reaktionen verbuchten. Nach dem kurzen Set verließ die Gruppe wieder die Bühne und betrat zum fanalen I Won't Give In (ein wirklich fantastischer neuer Song) die Bühne. Alles in allem ein rundum gelungenes Konzert.

Link: Jello Biafra and the Guantanamo School of Medicine auf MySpace - Pascow

Mittwoch, 19. August 2009

Bold / Bringin' It Down im Kleinen Klub am 18. August 2009

Letzte Woche Dickies, diese Woche Bold. Geht gut ab an der lokalen Konzertfront, trotz Festival-Flaute.

Vorband aus Deutschland haben wir dann mal ignoriert, erstmal ganz un-XXX gepflegt ein Bier genossen. Angekündigt haben sich als zweite Band Bringin' It Down, laut Beschreibung von der Garagen-Seite, "spielen ein komplettes Set aus Judge-, Project X- und Youth Of Today-Songs". Gut, erstmal zum Negativen: komplettes Set heißt wohl 20 Minuten, die Project-X-Klassiker suchte man vergebens oder sie gingen im recht schlechten Sound unter. Los gings erwartungsgemäß mit Bringin' It Down von Judge. Das Publikum war sehr davon angetan Porcell tatsächlich mal live zu sehen und so gings dann auch schon mal schön gut ab. Es folgten noch weitere Judge-Klassiker wie New York Crew und In My Way. Zum Abschluss gabs Warrior von Blitz. Inklusive Tough-Guy-Macho-Shit-Posen von Porcell, der es sich nicht nehmen ließ mit nacktem Oberkörper ein Bad in der Menge zu nehmen. Die anderen Mitglieder waren übrigens Tim Brooks (Bold), Ken Olden (Battery, Better Than a Thousand), Daniel Larsson (Shelter) und Vinny Panza (Bold).


Nach kurzem Umbau stand dann fast schon wieder dieselbe Band auf der Bühne. Nur Porcell hatte sich an die Gitarre geschlichen und ein anderer Sänger stand auf der Bühne. Obwohl mir die Gruppe als ziemlich schlechtes Geknüppel beschrieben wurde, schafften sie es doch live ziemlich gut Arsch zu treten. Im Endeffekt alles, was man von einer Hardcore-Show erwartete: Stagediving, Pogo, Moshpit, alles da. Auch musikalisch fand ich sie nicht schlecht. Etwas enttäuschend, das nach 30 Minuten alles rum war und dann genau eine Zugabe (welche nicht Nailed to the X war) kam. Eins habe ich noch gelernt: Frauen sollten nicht stagediven, das arme Mädel flog geradezu durch die Luft. Pure angestaute männliche Kraft kann man wohl nicht kontrollieren... Ihr ist wenigstens nichts passiert.

Gratulation

Hiermit gratuliere ich dem Doktor und seinem Atzen Marc zum Einstieg in die Top 10.



Wenig kann einen bei der desolaten Lage im Musikgeschäft fröhlicher stimmen, als ein Top-Ten-Hit und Sommerhit von einem Independent-Label!

Samstag, 8. August 2009

Dickies am 6. August 2007 im Kleinen Klub SB

Ohne großartige Erwartungen nach Saarbrücken gefahren. 77er Punkbands gibts wie Sand am Meer und meist bleiben die Konzerte hinter den Erwartungen zurück. Erstmal vor dem Klub rumgegammelt, das ein oder andere Bier getrunken und über die wirklich wichtigen Dinge im Leben unterhalten (Musik und Bud Spencer natürlich). Vorband mal hübsch ignoriert, auf jeden Fall hatten sie Ramones gecovert, aber welches weiß ich nimmer.

Pünktlich zum Dickies-Konzert dann rein und die nicht vorhandenen Erwartungen wurden zum Übermaß übertroffen. Statt alten Knackern präsentierte sich ein gut gelaunter Haufen von jung gebliebenen Altpunks, die kräftig Arsch traten. Insbesondere der Sänger war fernab von Gut und Böse. Debil grinsend nahm er das Publikum und seine Mitstreiter auf den Arm. Er sprang herum und übte die typischen energiegeladenen Punkrock-Posen als wäre Johnny Rotten heute nicht John Lydon. Ami-Punk? Vergiss es, das war astreiner 77er Sound mit leichten Dead Kennedys-Einflüssen (die zugegebenermaßen erst später kamen). Und das Alles vor gerade mal etwas über 50 zahlenden Gästen. Respekt! Ihr Backkatalog dürfte sich auf jeden Fall in den nächsten Wochen um ein Album mehr verkaufen. Gut gelungen auch die Auswahl an Coverversionen. So wurden The Who (Tommy), Black Sabbath (Paranoid), die The Banana Splits Adventure Hour (Banana Splits (Tra La La Song)) und Neil Young (Keep on Rocking in the Free World) gewürdigt. Klasse Konzert!

Link: The Dickies