Mittwoch, 13. Januar 2010

Meteors, 26. Dezember 2009, Kleiner Klub

Eigentlich wollte ich das Konzert ja unter den Tisch fallen lassen, aber meine journalistische Pflicht Ego lässt das wohl nicht zu, dafür ist die Geschichte der Hinfahrt eigentlich recht gut.

Langeweile am ersten Weihnachtstag und ein Hulk-Hogan-Film-Marathon im Anschluss, der der deutschsprachigen Wikipedia ungeahnte Schübe an Artikeln über bislang völlig vernachlässigte Filme brachte (leider war die Million schon erreicht), konnten mich nicht überzeugen, das Konzert zu besuchen. Auch die Nachfrage des geschätzten Godefrot hinterließ bei mir erst mal ein Achselzucken in Form eines "weiß nicht". Am nächsten Tag erschien die Aussicht aber dann zu verlockend, doch mein Kollege hatte anderweitige Verpflichtungen. Den Nachmittag dann mit familiärem Geplänkel verbringend rückte das Konzert wieder in weite Ferne. Am PC hockend und alle 5 Minuten Mafia Wars glotzend, ob nicht doch noch jemand ein Energy Pack bereit hält, hatte ich mich eigentlich mit meinem Schicksal abgefunden, als der Kalif anrief. Eigentlich war er dem Konzert eher abgeneigt, aber vermutlich trieb auch ihn die Feiertagsverzweiflung nach SB. Also flugs zu ihm und seiner weiblichen Begleitung, die sich völlig unerwartet dem Zug nach SB anschloss. Dem Winter, Glatteis und Eisregen (nein, nicht die Band) trotzend und mit Arzt und Blokk im Ohr (sehr zum Leidwesen der weiblichen Begleitung) kamen wir dann am Kleinen Klub an. Super, ausverkauft. Glücklicherweise hörte einer der netteren Psychos (no offense...) unserem Geplänkel mit dem Türsteher zu und konnte uns die fehlenden Karten abdrücken. Wie gesagt, finde die Geschichte ganz nett.


Drinnen wars dann vor allem VOLL und heiß (im Gegensatz zu draußen). Vorband verpasst und auf Meteors gefreut, die dann auch nach ein-zwei Bier die Bühne betraten. Ich mag ja eigentlich Psychobilly, aber leider wohl nur in Maßen. Die britische Band überraschte durch gute Ansagen, eine schöne Songauswahl (Nancys Boots, Leagues IH8People), aber ... JEDES VERDAMMTE LIED KLANG ABSOLUT GLEICH. Sogar die Cover unterschieden sich nicht vom Vorgängerlied. Irgendwie halt verdammt langweilig. Dennoch, alle schienen zufrieden, bis auf unsere kleine Gruppe, die dann den Konzertsaal vor Ablauf des Konzertes verließ, nach einem leckeren Döner und einer kurzen Diskussion mit der Antifa betreffs des Urinierverhaltens mancher Leute, mit den Everly Brothers im Ohr (damit war die Begleitung dann endlich auch einverstanden) nach Hause fuhr.

Link: The Meteors

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