Samstag, 27. Februar 2010

New Model Army/Garage am 16.02.2010


New Model Army habe ich bereits vor 10 Jahren irgendwann mal gesehen, als sie sich selbst als Nobody Else supportet haben. Damals war ich schon überrascht, wie viele Leute die Band eigentlich kennen und gut finden.

Diesmal gabs allerdings eine Vorband: Esha Ness. Ich muss leider zugeben, ich finde deutsche Bands, die keltische Wurzeln verarbeiten, ungefähr so glaubwürdig, wie betrunkene Pagan-Metaller, die laut "Odin" prossten. Denn selbst wenn man zweitausend Jahre Christianisierung vergisst, doch eigentlich Wotan für sie zuständig wäre. Naja, wie man an meinen Äußerungen erkennt, sind Esha Ness wohl keine Schotten. Sie spielen eine gefällige Mischung aus Folkrock und etwas Alternative Rock. Die Stimme klingt wie eine Mischung aus frühem Justin Sullivan und Robert Smith, also durchaus angenehm. Auch musikalisch merkt man an, dass sich hier eine Band wohl einen Jugendtraum verwirklicht hat, auch wenn die Musik etwas softer als NMA ist. Nichts dolles, aber auch nix verwerfliches. Das Publikum schien jedenfalls ganz gut unterhalten zu werden.

Nach kurzer Pause betraten dann New Model Army mit dem States Radio ihrer aktuellen CD Today Is a Good Day die Bühne. Es präsentiert sich eine Band, die in Würde gealtert ist und dieses Jahr ihr 30jähriges Jubiläum begeht. Justin Sullivan hat nach Kurzhaarschnitt in den 1990ern jetzt wieder lange, teilweise graue Haare. Nach dem zweiten Lied Get Me Out, einem meiner Favoriten, wirds leider langweilig. Das Material ihrer 2000er Alben ist, bis auf Today Is a Good Day, leider nicht so gut, wie ihre 1980er Alben. Dann folgen liebgewohnene Klassiker wie White Coats, Purity und Vagabonds und ich bin wieder zufrieden.

Nach Wonderful Way to Go ist der offizielle Teil vorbei. Unter frenetischem Jubel kehren NMA zurück für die Klassiker Into The Wind, No Rest und Green and Grey. Dann ging das Hallenlicht an und Enttäuschung machte sich breit. Viele Zuschauer verließen die Halle, doch einige blieben zurück. Wo ist denn dieses 51st State, mit Sicherheit der Überhit. Die Rufe wurden lauter und das Licht ging wieder aus. Yeah, gelungener Abschluss mit den beiden Übersongs 51st State und 225.

Einziger Wermutstropfen: Von meinem Lieblingsalbum Love of Hopeless Causes mal ein einziges Lied. Frechheit.

Links: Esha Ness - New Model Army - Alternatives Konzertreview von Musicheadquarter.de

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