Sonntag, 31. Oktober 2010

Anathema, 11. Oktober 2010 Garage Saarbrücken

Anathema

Egal, wen ich fragte, warum er nicht da war, immer kam die saarländische Antwort "ach, Anathema, das is e anna Thema" (dt. "das ist ein anderes Thema"). Naja, mutig machte ich mich dann auf und traf tatsächlich ein paar Unentwegte, die den Mut hatten, drei Stunden Langeweile auf sich zu nehmen. Falsch kalkuliert, denn langweilig wurde es nicht.

Das fing schon mit der Vor"band" an. Zunächst kamen Anneke van Giersbergen (ex-The Gathering) und der Norweger Petter Carlsen auf die Bühne und gaben wohl ein nettes Akustik-Set zum Besten. Wohl deshalb, weil Anneke alleine auf der Bühne stand, als ich die Konzerthalle betrat, Leider war das Lich nicht so dolle, so dass dieser Blog ohne Annekes Antlitz weiter leben muss. Anneke war jedenfalls gut drauf und bot sogar einige Lieder ihrer Exband. Das vom Publikum geforderte Satelitte konnte sie leider nicht, versprach es aber für die nächste Show zu lernen ;-) Für die Zugabe kam dann Herr Carlsen wieder auf die Bühne.

Anathema
waren auch gut drauf und boten erstmal ein Potpourri aus ihren alten Hits, bis als Sensation dann das neue Album We´re Here Because We're Here komplett gesoielt wurde. Oh Gott, mögen manche denken, aber Anathema spielten souverän ihren Düster-Rock zwischen Doom, Gothic Metal und Progressive Rock. Waren auch fantastisch drauf, obwohl naturgemäß bei dieser Düstermucke nicht viel bewegung auf der Bühne war. Fast zwei Stunden Anathema sind jedenfalls entgegen landsläufiger Meinung ein Genuss, kein Verdruss. Schönes Konzert, bei dem man bis zur Hauptband keine Ohrenstopfen benötigte.

Links: Anathema - Anneke van Giersbergen - Peter Carlsen

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