Donnerstag, 30. Dezember 2010

Kreator et al in der Garage Saarbrücken am 30. November 2010

Gott, habe ich mich gefreut. Das erste Mal, dass ich wirklich jede Band auf einem dieser ewig langen Tour-Festivals schätzte. Am Präterium sieht man, dass dem jetzt nicht mehr so ist. Aber der Reihe nach:

Suicidal Angels

Suicidal Angels aus Griechenland kannte ich bisher noch nicht. Die Newcomer waren aber auf jeden Fall solide und machten klar, dass an diesem Abend Stimmung groß geschrieben wurde. Trotz ihres eher Ottonormal-Thrash-Metals ein guter Opener, der es schaffte, die Leute vor der Bühne in ausgelassene Stimmung zu versetzten. Top!

Death Angel4

Death Angel aus San Francisco zeigten dann den Jungs wies wirklich geht. Ich schätze die Band wegen ihres Comeback-Albums The Art of Dying und natürlich wegen Act III. Für den Rest hatte ich bisher kein Geld, unglaublich wieviel die Dinger sogar auf CD kosten. jedenfalls war ich sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht. Rasend schnelle, tighte Gitarrenparts, eine Band die perfekt harmonierte und ein absolut gelungenes Stageacting mit viel Hampelei. Die beste Band des Abends, obwohl sie nach Ansicht meines Kollegens nur ein Lied spielten (ok, die Songs sind wirklich seeeeehhhhrrrr lang).

Rob Dukes

Exodus schafften es dann, die gute Stimmung vollständig zu zerstören. Sie sind der Grund für das Präterium im ersten Satz dieses Blog-Eintrags. Ich habe sie bereits zweimal vorher gesehen, einmal mit beschissenem Sound, einmal mit gutem Sound. beide Male waren sie super. An diesem Abend entschlossen sie sich mit ersterem Sound zu spielen. Unglaublich laut, unglaublich beschissen. Dazu einen Pitbull als Sänger, der jedes einzelne Lied elendig verhunzte. Wenn ich Bonded by Blood erst beim Refrain erkenne, läuft definitiv was falsch. Und 700 Leute feiern die Band willenlos ab. Echt, ich könnte kotzen. Die Konzertenttäuschung des Jahres. Das einzig tolle war das DK-T-Shirt des Sängers.

Kreator
auf 25-Jahres-Tournee (die Tyrant- und Tormentor-Jahre also nicht mitgezählt). Schönes Ding. Leider war meine Motivation dabk Exodus dann doch ziemlich unten. Da konnte mich auch der hübsche Bühnenaufbau mit mehreren Ebenen und die Videoleinwand nicht überzeugen. Das Problem an der Videoleinwand war auch, dass diese zu niedrig hing und man kaum was erkennen konnte. Dazu kam noch, dass die Songauswahl am Anfang nicht so gelungen war. Dank Bierspende bangte ich dann aber zu Phobia und langsam gings dann auch ins Standardprogramm. Der Sound war kein Vergleich zu Exodus und sehr klar. Ab der Mitte des Sets hatten sie mich endgültig und mit den alten Klassikern, wie Pleasure to Kill und Coma of Souls, wurde ein letztes Mal gebangt. Auch schön das Medley mit Betrayer, Tormentor und Flag of Hate am Schluss. Photos gibts von Kreator keine, die hatten eine seltsame Lightshow, die es mir unmöglich machte, akzeptable Photos zu machen.

Alles in Allem ein gelungener Abend, der leider mit Exodus einen Totalausfall hatte.

Links: Suicidal Angels - Death Angel - Exodus - Kreator

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