Dienstag, 22. Juni 2010

Egotronic am 18. Juni 2010 / Jazzkeller Saarbrücken


Nach dem verlorenen Mistspiel am Mittag, kam natürlich ein Rave gegen Deutschland gerade recht. Pünktlich um 23 Uhr den hübsch kleinen Jazzkeller betreten. Voll war es, ausreichend Publikum vorhanden, aber keine Band zu sehen. Stattdessen ein DJ mit Mistmukke. Nach guter Recherche sollte sich auch in den nächsten anderthalb Stunden nichts daran ändern, so dass man kurzzeitig den guten, alten Karate Club Meier unsicher machte, um dann etwas später zurück zum Jazzkeller zu pilgern. Egotronic fingen gut gelaunt mit ihrem Set an und liefeerten mit Kotzen und Raven gegen Deutschland ihre größten Hits ab. Das Publikum war fröhlich am Raven, sowohl am gestellten, selbstironischen, als auch am ernsthaften Raven. Den Tech-No-Orominenz schien auch angereist. Obwohl ich da natürlich nicht so firm bin. Weiter gehts mit Lustprinzip, Tanzen gehen, Heut Nacht und einen weiteren bunten Mix aus alten und neuen Hits. Super Stimmung und schöne Party, auch wenns hier wieder um Mitklatschen und natürlich Hände in die Luft ging, was mich ja eher abtörnt. Sogar eine Wall of Rave bekam das Publikum hin. Nach dem sogenannten "Anti-Drogensong" Pilze beginnt fast unvermittelt der erste Zugabenteil, bevor die Band mit Die Partei den Abend beendete. Allerdings mussten sie das Lied zweimal beginnen, weil es noch eine kleine Schlägerei gab, die von Torsun jedoch unterbunden wurde ("Die Leute wollen tanzen. Wenn ihr euch schlagen wollt, geht doch nach draußen.") Wofür dann auch ein Security-Mann sorgte. Nach Die Partei war dann auch Schluss. Hübscher Gig, leider nur 70 Minuten.

Links: Jazzkeller - Egotronic

Sonntag, 13. Juni 2010

Kommando Sonne-nmilch im Kleinen Klub - 04. Juni 2010

"OOOOOOHHHHHH YEEEEEAAAAAHHHH", wie der Macho Man sagen würde. Lange, lange habe ich auf den Rachut gewartet und nun stand er tatsächlich vor mir. Als glühender Verehrer seiner tausend verschiedenen Bands und meiner Umwelt beständig mit meiner Begeisterung auf den Sack >gehend, ist es mir nun eine Ehre, dieses Review zu verfassen.



Im Anbetracht er Umstände, fällt es mir schwer, ein gutes Haar an der Vorband zu lassen. Nennen wir Norton daher einfach "Nirvana für Arme" und gehen einfach über sie hinweg.




Rachut und Mannen (bzw. Frauen) betraten gegen 21 Uhr die Bühne und machten im Gewande quietschfideler Griechen die klare Ansage, jetzt bis 22:15 Uhr zu spielen und dann "kacheln" zu gehen. Und da war er, leibhaftig, ein Jahr älter als damals, wo ich ihn zum ersten Mal verpasst habe. Von meiner Wunschvorstellung war er jedoch irgendwie weit entfernt. Aber er war es wirklich, klar wie auf den Platten war sein Gesang. Hatte ich Rachut und seine Mannen nach Dackelblut, Angeschissen und Blumen am Arsch der Hölle etwas vernachlässigt, wurde mir nun schlagartig bewusst, dass meine Plattensammlung großen Nachholbedarf hat. Die Kommando-Sonne-nmilch-Stücke und ein paar der eingestreueten Oma-Hans-Einlagen sind jedenfalls wundervolle Lyrik, die im Wechsel- und Einzelgesang brillierte. Zwei Sängerinnen waren anwesend um den nach Gin-Tonic gierenden und wunderbar sympathischen Sänger zu unterstützen. geboten wurde ein Querschnitt aus sämtlichen Sonne-nmilch-Alben, sowie ein Fokus auf das neue Album, das mit Hits wie Wenn was umfällt und Meine Schwester zurück zu alten Tugenden führt, ohne die neu gegangenen Wege zu vernachlässigen. Nach dem Gesang Stand der Dinge wurde nach rund einer Stunde dann der Zugabenteil eingeleitet und dann ging der Rachut wie angekündigt "kacheln". Ein geniales Konzert, leider etwas unterfrequentiert, aber richtig GEIL!!!

Links: Norton - Kommando Sonne-nmilch