Sonntag, 26. September 2010

Skeletonwitch, Warbringer und Angelus Apatrida - 29. August 2010, Garage (Kleiner Klub)

Erst einmal eine dicke Entschuldigung an meine treuen und hoffentlich geduldigen Dauerleser. Leider, leider, habe ich momentan wenig Zeit mich um den Blog zu kümmern und eigentlich müsste ich auch jetzt gerade was anderes tun. Aber was solls.



Etwas enttäuscht war ich schon. Pünktlich um 20 Uhr haben wir den kleinen Klub betreten, nur um gerade noch zwei Lieder der fantastischen Thrash-Metal-Band Angelus Apatrida aus Spanien miterleben zu dürfen. Schade, denn zu hören gabs erstklassigen Thrash und etwas mehr Publikum hätte der Band bestimmt gut getan.



Regelmäßige Leser dieses Blogs kennen Warbringer schon aus dem Vorprogramm von Evile Anfang diesen Jahres. Wieder mal nur Support, eine Headlinertour wäre anzuraten. Denn die fünf Jungs aus Kalifornien traten gehörig Arsch. Wie schon beim vorigen Auftritt muss man das Stageacting des Sängers einfach lieben. Grimassen und Posen was das Zeug hält. Feinster Thrash Metal, der eigentlich kaum gesteigert werden kann. Leider war nach knapp 35 Minuten das Pulver im Mikro (Hinweis auf Gewehrpose) verschossen und mit Combat Shock war dann leider schon wieder Schluss. HEADLINER-TOUR und Set mit Covern aufstocken, das wärs.



Skeletonwitch (seit neuestem versehen mit einem Wikpipedia-Eintrag ;-) kannte ich gar nicht, sind aber in den USA wohl relativ groß. Ozzfest-Tour und Chartsplatzierung sagen schon ziemlich viel aus. Seltsam, dachte die Amis stehen mehr auf Metalcore-Quark. Jedenfalls hier sind sie wohl noch recht unbekannt, denn es war weniger Publikum da, als bei Warbringer (zum Glück aber immer noch mehr als bei den Spaniern). Ufff, also mich haben sie weggeblassen. Geile Mischung aus Old-School-Thrash und Old-School-Black mit einem wirbelnden Shouter, der gurgelte und kreichte was das Zeug hielt. Die im Infoblatt genannten NWoBHM-Einlagen konnte ich zwar nicht entdecken, aber seis drum. Haben jetzt auf jeden Fall einen Fan mehr. Deutlich vor Zapfenstreich um 23 Uhr war leider schon Schluss.

Guter, gelungener Abend mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern (Line-up, zu früher Beginn).

Links: Angelus Apatrida - Warbringer - Skeletonwitch

Sonntag, 12. September 2010

Real McKenzies - JUZ Neunkirchen, 20. August 2010


Einen Tag nach Gwar war ja wieder was im Saarland los. Die irisch kanadischen Real McKenzies spielten im Neunkircher Jugendzentrum auf. Ich persönlich mag ja diesen Folk-Punk-Trend nicht so, aber neben den Dropkick Murphys zählen The Real McKenzies schon zu den erträglicheren Bands dieses oft auf den Einsatz von Dudelsäcken beschränkten Genres. Zugleich war es eine gute Gelegenheit, das etwas marode JUZ-Gebäude zum vielleicht letzten Mal zu betreten. Denn irgendwie soll die Location in etwas ungünstigere Räume umziehen. Irgendwie schade, dass die Stadt Neunkirchen mal wieder quer schießt.

Keine Vorband nur die McKenzies an diesem Abend. Etwas erschreckend war, dass nur etwa 70 Leute anwesend waren, was bei diesem Kaliber absolut unverschämt ist. Naja, gab auch kaum Werbung und ich habe von dem Konzert auch nur von einem Kumpel erfahren. Jedenfalls musste man sich die Zeit dann noch ein wenig vertreiben, denn los gings erst um 21:30 Uhr. Naja, wenigstens konsequent. Los gings schnell und punkig mit grandiosem Streetpunk der gehobenen Klasse. Das so wenig Leute da waren, ließ sich die Band nicht anmerken. Auch das Publikum war enthusiastisch und von Beginn an am Pogen.Schon beim ersten Song der Kapelle hatte sich die erste Reihe (so ca. 5 Haneln) die T-Shirts vom Leib gerissen, die stellenweise doch besser den Oberkörper bedeckt gehalten hätten. Jedenfalls war die Stimmung auf jeden Fall bierschwanger und tanzgeil. So gings dann auch die ersten Songs weiter, die sehr stark, trotz neuen Bandmitgliedern perfomt wurden. Im etwas folkigeren Mittelteil, mit a-capella-Gesang und Mitgröhlsingpassagen wurde es dann leider wieder etwas langweiliger, so dass es viele nach draußen zog. Aber jeder Tiefpunkt kann sich auch schlagartig zum Höhepunkt entwickeln und nach einer guten Stunde gings wieder voll ab. Leider zu schnell für einige. Stagediving mit dem Rücken zum Publikum in einer nicht annähernd gefüllten Halle endet leider meist auf dem Beton, so auch für einen verirrten Diver. Leider mit dem Kopf und vermutlich auf Scherben, denn es begann zu bluten, dass Gwar ihre ware Freude dran gehabt hätten. Ab ins Büro, wo sich dann etwa 10 Mann auf den stark angetrunkenen Mann stüzten um ihn Erste-Hilfe-Kurs-gerecht zu bearbeiten. Weiß leider nicht, wie die Episode ausging. Als die Real McKenzies ihren Zugabeteil beendeten, war der arme Kerl immer noch in den Räumen des JUZ-Teams.

Trotz dieser Episode ein schöner Abend.

Links: JUZ Neunkirchen - Real McKenzies