Samstag, 19. Februar 2011

Sodom live in der Garage Saarbrücken am 7. Februar 2011

Einlass 18 Uhr? Was soll das? Naja, Godslave hatte ich ja schon mehrfach gesehen, so dass ich dachte, um 19:30 wäre der Spuk zu Ende.

Godslave

Pustekuchen! Wie man an obigem Bild erkennen kann, spielte Godslave noch hübsch ein paar Minuten, was mich letztlich zur Flucht nach draußen veranlasste, wo ich dem meines Erachtens sehr langweiligen Old-School-Irgendwas entkam. Nix gegen die Band, wünsche ihnen alles Gute, aber das ist einfach nicht "my cup of tea". Vor allem, da man die Band wirklich alle naselang vorgesetzt bekommt.

Die Hard

Die Hard kannte ich dagegen noch nicht. Nach einem alten Venom-Song benannt, konnte man sich ja schon denken, was einen erwartet. Leider war das in diesem Fall nicht viel. Zwar präsentierte sich die Band recht stilecht, was Aussehen und Styling betraf, aber musikalisch sollte es 28 Jahre nach Erscheinen der Single doch etwas moderner zur Sache gehen. Stattdessen hörte sich die Band wie ein Klon aus Venom, Celtic Frost (früh) beziehungsweise Hellhammer an. Ist ja auch nicht schlimm, eigentlich. Ich mag ja auch Airbourne und AC/DC, sowie Desaster und die vorgenannten Black-Thrash-Metal-Legenden. Nur, sowohl Airbourne, als auch Desaster haben ein eigenes Profil und spielen nicht nur die immer gleichen Versatzstücke. Bei Die Hard dagegen hörte sich jedes Lied gleich an. Eine eigene Note? Wozu? Also wieder im Vorraum chillen (so nennt man Herumlungern doch heute).

Sodom 2011

Langsam wurde ich dann doch nervös. Sah ganz schön leer aus die Garage. Zur Hälfte abgetrennt und trotzdem hätte Tom jeden per Handschlag begrüßen können. Nun gut, dann wohl erste Reihe ;-) Irgendwann betrat dann auch ein, trotz des fehlenden Publikums, gut gelaunter Tom Angelripper zusammen mit Bernemann und Neuzugang "Der Makka" die Bretter, die die Welt bedeuten. Mit stilechten Backdrops und AC/DC-Intro wurde dann 90 Minuten Thrash Metal at its best eingeläutet. Los gings mit dem Titelsong des neuen Albums In War and Pieces, was auch neben dem Überkracher The Art of Killing Poetry die einzigen neuen Lieder der Setlist blieben. Gut so. Bei den zig Alben eh schwer genug eine gute Songauswahl zu finden. Und so war für jeden was dabei. Positiv anzumerken ist, dass die Band auf Wünsche des Publikums einging und ein paar Lieder auf Zuruf spielte, die nicht auf der Setlist waren. Schöne Geste bei dem kleinen Publikum. Recht machen kann man es wohl nie jedem. Mir persönlich fehlten Lieder vom Masquerade in Blood-Album. Wären auch eine schöne Geste zum Tod von "Strahli" im Januar gewesen. Aber ansonsten wurde bis auf das meines Erachtens ziemlich schlechte Til Death Do Us Unite jedes Album berücksichtigt. Ein Knaller folgte dem anderen und die 240 Menschen vor der Bühne bewegten fröhlich ihren Schädel zum Rhythmus der Musik. Auch ein Moshpit und ein paar Crowdsurfer gab es.

Tom Angelripper

Das Zugabenset wurde dann von Napalm in the Morning eingeleitet. Danach folgte ein weiterer Song, denn ich aber vergessen habe (ich sollte die Konzerte wohl zeitnah reviewen), bevor das Set mit dem Klassiker Bombenhagel endete.

Links: Godslave - Die Hard - Sodom

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