Freitag, 21. Oktober 2011

Amanda Rogers Doppel-Review, 8. und 9. Oktober 2011

Wow, mein erster Tourreport. Naja, wie es dazu kam später. Fangen wir chronologisch an.

8. Oktober 2011

Am Samstag, dem 8. Oktober 2011 gastierte Amanda Rogers im Neunkircher Jugendzentrum. "Amanda wer?", werden jetzt einige verwundert fragen und auch ich landete eher zufällig auf diesem Konzert, war es doch nur sogenannte "Secret-Show", die nur über so Außenseitermedien wie Facebook, Twitter und die eigene Homepage beworben wurde. Also für den Normalsterblichen kaum zu erfahren. Aber zurück zur Frage, wer diese Amanda Rogers überhaupt ist. Laut laut.de lehrt diese anmutige Dame schon seit fast 15 Jahren den "harten Jungs mit ihrem Pianospiel, zarten Gesang und direkten und ehrlichen Lyrics" das Fürchten. Nein, Moment, bringt sie "zum Schweigen und Schwelgen". Also bringt sie "zum Schweigen" klingt schon ein bisschen wie Mafia... Gut ich höre auf Zitate aus dem kontext zu reißen. Ich hoffe ihr bekommt eine Idee davon. Amanda Rogers ist also neudeutsch eine Singer-Songwriterin, die meist im Vorprogramm von Indierock- und Hardcore-Punkbands aufgetreten ist und alleine mit ihrem Keyboard Liedchen trällert. Zu diesem Umfeld gehört auch die Gruppe The Pleasants, bei der sie mit Mike Matta zusammen als Duo auftritt. Der gute Mike blieb aber an diesem Tag zu Hause.


Vorband gabs auch. das übernahmen die Local Heros von Bermuda Zen. Die machten ihre Sache auch ausgezeichnet. Gefälliger Alternative-/Indie-Rock mit einem sehr guten Sänger. Musikalisch ließ zwar die Abwechslung etwas zu wünschen übrig (sie fehlte), aber als Opener doch ganz gut. Meine Lieblingslied war jedenfalls Fat Man Walking.

Amanda Rogers JUZNK

So, dann mal der Amanda lauschen. Sehr ruhig, wenig schnelle Passagen. Sehr schöne Singstimme. Fand ich super! Ihre etwas schnelleren Ragtime-Stücke sind auch nicht zu verachten. Großartige Präsenz, gehauchte Ansagen und alles in allem ein sehr, sehr ruhiges Konzert. Als Abschluss noch Three Fishers, ein Lied eines irischen Songwriters namens Stan Rogers (nicht verwandt noch verschwägert mit...) und ein schnelleres Stück. Dann wars rum.

9. Oktober 2011
Und vor lauter schlechtem Gewissen, dass ich die Hälfte des Abends mal wieder vor der Tür verbracht hatte, gings dann gleich am nächsten Tag mit einem ebenso beeindruckten Kollegen ins nahe gelegene JUZ Saarlouis. Dort konnte ich auch zum ersten Mal meine Kamerafunktion ausprobieren, mein erstes YouTube-Video daher hier:



Aber vorher gabs auch hier Musik. Sarah Wilkins (keinen Link gefunden) hatten wir schon verpasst, aber wir kamen noch gerade rechtzeitig zu...

The Fridge

The Fridge. Ein okayer Schweizer Liedermacher. Auch ein bisschen ruhig, für meinen Geschmack etwas zu ruhig. Aber er hat was zu sagen, leidet aber unter dem häufigen Namensproblem, daher ein Pseudonym. Ob das aber wirklich hilft, wenn man sich Kühlschrank nennt? Da gibts doch auch zu viele Google-Treffer. Sein Album gibts aber bei Bandcamp und es lohnt sich für alle die, die auf ruhige Klänge mit teilweise politischen Texten stehen.

Whale Vs Elephant JUZ Saarlouis

Danach folgten Whale vs. Elephant, ein Songwriter-Duo von dem aber nur der männliche Part Tobias Braun angereist war. Er wurde von einem Kollegen am, mhm, Apple(?) und Synthesizer (?) unterstützt. Im Stile von Sigur Ros gab es elektronische Musik mit dezenten Gitarrenklängen. Wieder sehr ruhig, sehr sphärisch und passte in den Kontext des Abends. Einmal wurde eine Gastsängerin auf die Bühne geholt, die von einem Blatt ablesend Tobias Braun unterstützte.

Danach gabs wieder Amanda Rogers und diesmal gabs für mich den ganzen Abend. Einmal vorne auf der Couch und dann etwas weiter hinten. Und die Kamerafunktion habe ich ausprobiert, zweimal. Oben gabs das eine, unten ein brandneues Lied. Leider etwas verwackelt.



Joah, muss sagen, der Auftritt hat mir ziemlich gut gefallen, besser als am Tag zuvor. Insbesondere das Radiohead-Cover Creep. Find ich um einiges besser und spannender als das Orginal. Aber auch ihr eigener Output kann sehr überzeugen. Es gab einige unveröffentlichte Lieder zu bestaunen, ein paar überarbeitete Demos und (siehe Video) auch ein paar neue Songs. Schön auch, dass die Auftritte unterschiedliche Setlisten hatten und Amanda spontan auf Publikumswünsche reagieren konnte. Starke Leistung!

Amanda Rogers JUZSLS

Links: Amanda Rogers - Beitrag bei rekombiniert.de mit Videos aus Neunkirchen (das kann der Kollege nämlich besser ;-) ).

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