Sonntag, 16. Oktober 2011

This is for the Kids Festival im JUZ Neunkirchen - Day 2 17. 09. 2011

Am zweiten Tag ging das Festival bereits um 16 Uhr los. Ein logistischer Alptraum also erstmal. Nun, ich entschied mich dann erst gegen 19 Uhr zu Cowboy Poetry aufzutauchen, sicherlich eine gute Entscheidung, aber so leider Christmas,
Colaris, Plinio Designoris letzter Winter und Maitresse verpasst. Naja, egal spielen bestimmt alle bald mal wieder.

Cowboy Poetry

Cowboy Poetry, auch bekannt als Sänger von Finding Faith, braucht keine Bühne, nur eine Akustikgitarre. Und so spielte er im Vorraum des JUZes, was auch alleine aus strategischen Gründen lohnend war, weil so die Umbaupause entfiel. Leider musste so der essensstand nach unten verschoben werden, weil die Pommes ziemlich stanken. Nachdem ich allen und jedem erzählt habe, wie toll die Veganer-Initiative im JUZ ist, wars schon ein bisserl peinlich, dass sie an dem Tag nur ordinäre Pommes am Start hatten. Na, wenigstens gabs vegane Mayo. Egal, es sollte ja um Musik gehen. Also ich finde Cowboy Poetry ja ziemlich gut, auch wenn ich finde, das er manchmal dazu neigt, zu aggressiv (ich meine zu laut) für Akustikpunk zu singen. Auf CD merkt man das nicht, das Album ist sehr empfehlenswert. Auch mutig, bei den ganzen Punkern alleine mit Gitarre aufzutreten. Alleine? Ja genau, oben auf dem Bild hat er ja jemanden im Schlepptau. Weiß nicht wen oder wie das Instrument heißt, aber kam ziemlich gut an.

Koeter

Was leider nicht für Koeter <-sic!-> gilt. Ich bin ein Riesenfan von allem, was der Rachut macht, aber der Rachut ist auch der Rachut, und Koeter bleiben Koeter... sozusagen. Bis auf das umgedrehte Kreuz im Bandlogo meines Erachtens zu unoriginell...
Love Academy

Was ebenfalls für Love Academy, die klingen genauso. Ich hab ja nix gegen gute Punk-Texte, aber man merkt leider, wo sies her haben. Sogar die meisten Gesangslinien klingen nach DackelamArschblutHansbisTurbostaat. Braucht niemand.


Im Gegensatz zu Finding Faith, die mich vorher ja nicht so beeindruckt haben. Hätten thematisch auch gut zum vorherigen Tag gepasst. Obwohl, Violent Dancing wäre nicht so gut gewesen. Der Cowboy-Poetry-Mann springt ja eh wie ein Flummi herum. Jedenfalls machten die alles richtig und rockten das JUZ wie Sau.

Kotzreiz-JUZ-NK

Danach kamen Kotzreiz. Und ganz ehrlich: der überkam mich auch. Was nicht am Alkohol lag. 08/15-Parolen-Deutschpunk ohne Sinn und Verstand. Und von denen macht noch einer bei Jennifer Rostock mit. So viel zum Antikapitalismus. Wär ja noch witzig, wenn sie witzig wären. So wars einfach nur billig. Drei Akkorde? Bei denen reicht einer.

Jaja, ich weiß, kriegen sie diesmal alle ihr Fett weg. Heißt das etwa, das Festival war schlecht? Nein, ganz im Gegenteil. Musik steht zwar im Vordergrund, ist aber nicht alles. Es gab Alkohol, Freunde, nette Gespräche und leckeres Essen. Ein rundum perfekt organisiertes Festival in dieser an Musik so armen Stadt Neunkirchen. Für das nächste Mal im März haben sich schon Burt und The 'S angekündigt, so dass es mir auch musikalisch mehr behagt. Vielen Dank an Last Exit Music für ein gelungenes Wochenende.

Keine Kommentare: