Freitag, 22. April 2011

Kyuss Lives! Garage Saarbrücken - 17. März 2011

Geschichten aus dem wahren Leben. Dialog eines Besucherpaares: "Ich glaub, mein Dealer ist heut abend da!" - "Ich glaube von einer ganzen Menge Leute ist heute der Dealer da!" Naja, ich habe nie so ganz verstanden, warum Leute die Kyuss hören unbedingt kiffen müssen, aber ich kiffe ja auch schließlich nicht und so kann ich diese doors of perception leider nicht öffnen.

Burden

Begonnen haben an diesem Abend Burden (gerade heute erstellt, aber noch nicht so ein toller Artikel) und die machten ihre Sache recht gut. Leider etwas einfallslos, wenn man Down kennt, aber durchaus solide. Auch der englische Gesang konnte dank eines Deutschkanadiers als Sänger auch überzeugen und klang deshalb nicht so teutonisch.

Waxy

Waxy hab ich dann dank des noch nicht verschärften Rauchgesetzes (nein, Zigaretten, nicht was ihr denkt) verpasst. Naja, das erste Lied klang dann doch recht gewöhnlich für eine Stoner-Band, so dass es wohl nicht so schade war.

Kyuss Lives2

War vorher auch schon viel los, kochte die Menge natürlich bei Kyuss, äh Kyuss Lives über. In etwa so voll, wie bei Element of Crime einen Monat vorher. Also kurz vor bis ausverkauft. Aber die Atmosphäre war eindeutig besser. Keine alternden, hippen Intellektuelle, statt dessen alternde, hippie Intelektuelle. Aber auch der gewöhnliche Rock-Dorfprolet und die Harley-Fraktion waren vertreten. Also recht gemischt. Und so roch es irgendwie ab und zu recht seltsam auf dem Gig, obwohl dies dank Rauchverbot ja eigentlich nicht sein dürfte. Zivilfahnder und die Security hatten wohl an dem Abend ihren Spaß.

Leider muss ich sagen, dass ich an dem Abend doch etwas betrunken war, so dass die gesamte Virtuosität der absoluten Kultband etwas an mir vorbeiging. Um es klarzustellen, ich habe nix gegen Kyuss und finde ein paar ihrer Lieder auch recht toll. Das Konzert war auch prima anzuschauen und mitzuwippen (für alles andere wars zu voll), aber diese Heldenverehrung geht mir auf den Senkel. Sie sind ja ne gute Rockband undsoweiter undsofort, aber wie schon bei Turbonegro zieht der Erfolg einfach eine Menge Deppen an, die mit ihrer Attitüde dafür sorgen, dass ich automatisch einen Hass auf die arme Band entwickle. Die kann dafür natürlich nix, aber die Vorurteile gehen eben nicht weg. Jedenfalls gab die Truppe um Kyuss ohne Josh Homme ein recht ansehnliches Konzert, das etwa 1 1/2 Stunden überbrückte. Gekrönt von der Zugabe Green Machine, gleichzeitig mein Lieblingslied von der Band.

Links: Burden - Waxy - Kyuss Lives!

Dienstag, 19. April 2011

Element of Crime - 14. Februar 2011/Garage SB

"Verdamp lang her, verdamp lang". Ups, falsche Band (zum Glück). Ja, endlich wieder Zeit für einen neuen Eintrag... Leider schon etwas länger her, so dass mein Erinnerungsvermögen vermutlich auf eine harte Probe gestellt wird, aber der Chronist tut seine Pflicht...

Maike Rosa Vogel

Maike Rosa Vogel, der neue Shooting-Star unter den Liedermacherinnen, wurde höchstpersönlich von Sven Regener eingeladen, als Support aufzutreten. Gut, gut, mag man denken und tatsächlich war die junge Dame auch ganz okay. Leider, und das ist ein großes Problem, wenn man nicht gerade Degenhardt, Wader und Wecker heißt, klangen die Lieder alle sehr, sehr gleich. Das kann Zeichen eines eigenen Stils sein oder ein Zeichen fehlender Originalität. Da ich nicht (immer) geneigt bin, in meinem Blog die Leute fertigzumachen, gehe ich mal vom ersteren aus und kann somit nur sagen, dass der Auftritt nicht "my cup of tea" war.

Element of Crime SB

Dann traten Element of Crime an. Zu den Randdaten: Dass ich normalerweise auf Konzerten den Altersschnitt nach oben verbessere wird im Freundeskreis gerne behauptet. Heute ergab sich die Gelegenheit, dies auch mal nach unten zu tun. Im Gegensatz zu den (zahlreich erschienen) Anwesenden habe ich die Anfangszeit der Gruppe jedenfalls nicht aktiv miterlebt und war auch nicht einer der Betroffenen beim Skinhead-Angriff vor der Wende. Ja, da hatte ich noch andere Dinge im Kopf, zum Beispiel Lesen lernen und He-Man-Kassetten hören. Zudem war ich dazu auch im falschen Teil Deutschlands unterwegs. Aber viele der Anwesenden waren zumindest in einem der beiden Teile Deutschlands gerade in ihrer Teenager- oder Studentenzeit. Nun, im Gegensatz zu denen, ist Element of Crime kein wichtiger Teil meiner Identitätsfindung, von daher kann ich recht unvoreingenommen an die Sache rangehen. Ja, Element of Crime sind textlich unglaublich versiert und ja, auch musikalisch würde ich sie als potente Band bezeichnen. Leider machte die fast (oder ganz) ausverkaufte Halle nicht wirklich Spaß, sondern führte dazu, dass die Horde gutgelaunter Menschen an allen Ecken der Halle zu schwitzen begann, so als wäre derbster Pogo angesagt. Was wiederum eine junge Freundin zur Aussage verleitete, dass alte Menschen komisch riechen. Gut, dass sie nicht auf dem Slime-Konzert war. Naja, lirum-larum-Löffelstiel: ganz nett wars ja, aber so richtig mitreißend wars wohl nur für die andere Generation. Nichtsdetotrotz legten Element of Crime einen guten Auftritt hin. Und meine Gefühlslage und die Gespräche mit älteren Zeitgenossen, haben Element of Crime auch besser als ich verewigt:

"Wenn die Sonne noch weiter nach rechts rückt,
und ich fürchte, sie wird das noch tun,
scheint sie mir voll in die Augen
und dann mach ich die einfach mal zu
und hör mir in Ruhe den Rentner an, der am Nachbartisch ungefragt schreit,
dass er '76 schon Punk war und immer zum Pogo bereit."

Links: Element of Crime - Maike Rosa Vogel

Samstag, 2. April 2011

Werbung

Ja, ich gebs zu. RL und Schreibwettbewerb haben mich zur Zeit schwer im Griff. Deshalb an dieser Stelle nur zwei Werbeangebote:

Am 8. April geht die allseits beliebte Mono-Rock & Roll-Veranstaltung in die dritte Runde:




Am 7. Mai ist es endlich soweit: The 's haben endlich ihre Single draußen und machen eine Releaseparty im Juz Illingen. Flyer folgt (bestimmt).




Links: Mono bei qype - Juz Illingen bei MySpace