Montag, 24. Dezember 2012

Fröhliche Weihnachten...

Ja, ist schon wieder Weihnachten? Tja, der Blog ist leider etwas tot geworden, aber Wikipedia und Iamhavoc fressen schon etwas Zeit... Aber zu Weihnachten gibts für alle treuen Seelen natürlich einen Weihnachtspost... Also, hier meine diesjährigen Weihnachts-Alben: Vandals - Oi to the World hab ich schon im Sommer entdeckt. Der CD lag lustigerweise sogar eine Christbaumkugel mit Anarchy-Logo bei, aus Pappe zwar, aber nettes Gimmick. Das Album enthält lustige Songs wie Christmas Time for My Penis oder Grandpa's Last Xmas. Schön: eine Coverversion von den Yobs, nämlich C-H-R-I-S-T-M-A-S. Gut, man muss schon eine Vorlibe für Melodycore haben, aber dennoch ein klasse Album mit einem abgedrehten Humor. Bindeglied zum nächsten Album wäre das Lied I Don't Believe in Santa von den vandals gewesen. aber es existiert dank der GEMA kein Video. Da ich aber ungern Werbung für so eine kommerzielle Scheiße mache, muss der Sänger von Sodom, so viel sei verraten, auf ein Review oder Werbung verzichten. Wer sein Weihnachtsalbum kennt, weiß sicherlich, das es ganz nett ist. Alle anderen lesen eben den Artikel (leider auf Englisch). Die besten Weihnachtslieder der vereinigten Staaten kommen ironischerweise von der ehemaligen Surfband Beach Boys. Zur Zeit des Albums eher für ihre Sommerhits bekannt, geht das Album doch recht gut ab. Ihr Christmas Album enthält jedenfalls einige meiner Lieblingsweihnachtslieder, insbesondere die Wilson-Kompositionen Little Saint Nick und The Man With All the Toys sind super. Nett auch Frosty the Snowman und Santa Clause Is Coming to Town.
Als letztes versüßte mir das Fest Punk Weihnacht von Die Lokalmatadore. Als EP mit drei Weihnachtsliedern im typischen Lokalmatadore-Asi-RocknRoll-Stil getarnt, verbirgt sich dahinter noch zusätzlich ein Livealbum mit 21 weiteren Liedern in formidabler Soundqualität. Nettes Geschenk zu Ostern [sic!] 2010.

Montag, 30. Januar 2012

Scream + Crowd of Isolated live am 26. Januar 2012 im Kleinen Klub

Ungewöhnlich spät startete für mich die diesjährige Konzertsaison erst am 26. Januar 2011. Dafür wurde an diesem Tag aber die Messlatte wirklich ganz, ganz hoch gelegt.

Crowd of Isolated2

Die zurückgekehrte einstmalige Hardcore-Hoffnung Crowd of Isolated eröffnete den Abend. Ich muss sagen, seit ich sie im August letzten Jahres live gesehen habe, zählen sie zu meinen saarländischen Alltime-Faves. Und das schönste ist: sie haben meinen Blog gelesen und offensichtlich meine Vorschläge beherzigt. Bedeutet: less talk – more rock. Yeah! So muss dat sein! Geboten wurden nur einige wenige Klassiker der Bandgeschichte wie Fragment of Hope, ein absolut geiles Brett vom Debüt, und A Few Seconds vom Zweitling. Ein interessantes Konzept für eine Band, die seit 1990 keinen neuen Tonträger mehr veröffentlicht hat. Viele dürften die Teile auch nicht mehr im Regal haben. Ehrlich, wenn da was neues kommt, einen Käufer habt ihr auf jeden Fall! Denn die neuen Songs rocken definitiv. Combat ’96 und Chewing Gum Box sind meine Favoriten. Das Stageacting war ebenfalls überzeugend, vor allem Sänger Michael „Gurke“ Kammer blieb kaum still stehen. Selbst der Gitarrenwechsel wurde gut inszeniert und wurde hier:



für die Ewigkeit festgehalten. Der Sound war im Übrigen ziemlich fett und deutlich besser als im JUZ Neunkirchen. Ich muss allerdings sagen, dass es imho viel zu laut war. Schade übrigens, dass die beiden Dag-Nasty-Zugaben ausgefallen sind.

Jo, dann gings weiter mit Scream. Habe die vorher nicht gekannt. War wohl ein Fehler, immerhin eine D.C.-Band, die über Dischord Records veröffentlichte. Der Name bürgt für Qualität. Scream gibts erst seit zwei Jahren wieder, bei der letzten Veröffentlichung war Dave Grohl Schlagzeuger. Musikalisch geboten wird Hardcore Punk mit einigen Reggae-Einflüssen.

Scream

Zumindest letzteres ist bei mir ein typischer Stimmungskiller. Aber die deftige Mischung machts dann doch wieder wett …oder eher fett. So war zumindest der Sound, der (man muss es leider wieder erwähnen) viel zu laut war. Anders als beim Support lag hier der Fokus doch auf den älteren Stücken, dabei wurde der Fokus vor allem aufs Debüt Still Screaming gelegt (Solidarity, Hygiene, Cry Wolf, Influenced, New Song). Der 2011er Veröffentlichung wurde mit Get Free bedacht. Außerdem spielten sie eine leicht abgewandelte Version des Bad-Brains-Klassikers Jammin’ at 606, aus gegebenem Anlass in Jammin’ at the Garage umbenannt. Großartige Idee. Als alter Reggae-Hasser fand ich ja die Reggae-Einflüsse relativ, naja, überflüssig und stand dann doch eher auf die Hardcore-Stomper, aber so hebt sich die Band wenigstens vom Gros der Szene ab. Auch wenn der Bad-Brains-Vergleich natürlich zwangsläufig kommt. Während jedoch das Spätwerk der Bad Brains für mich überhaupt nicht mehr goutierbar ist, sind auch die neuen Scream-Lieder absolut brauchbar. Gut gefiel mir auch die T-Shirt-Auswahl, mit Metallica, Off! und Triumph kann man aber auch wirklich nix falsch machen. Etwas nervig war das Stageacting des Sängers, der doch etwas zu aufgesetzt fröhlich rumposte. Dafür suchte er aber den Kontakt mit dem Publikum, das muss man ihm zu Gute halten. Keine Barrieren eben. Auch der Rest der Band bewegte sich ganz gut. Sogar der schätzungsweise 65jährige Schlagzeuger Kent Stax, der nach Grohls Ausstieg wieder an Bord ist. Von wegen Ruhestand, wie es der englische Wikipedia-Artikel behauptet.

Kent Stax

Nach rund einer Stunde Programm gings dann für die Band ohne Zugabe in die Koje. Absolut gelungener Abend!

Links: Crowd of IsolatedScream